Die MS Stockholm wird 60 Jahre alt – und ein Filmstar

Die MS Stockholm wurde bereits im Jahr 2011 sowohl in der Arktis, als auch in Hamburg Requisite und Drehort für den Spielfilm  AN ENEMY TO DIE FOR (übersetzt in etwa “Lieblingsfeind”), eine schwedisch-norwegisch-deutsche Co-Produktion über eine Forschungs-Expedition aus dem 2. Weltkrieg, die 2012 in Schweden erschien, 2013 in Deutschland mit englischen Untertiteln (Erscheinungstermin März 2013, Kinostart voraussichtlich am 4. April 2013):  der Trailer zeigt Bilder der MS Stockholm. Drehbeginn war bereits im März 2011 in Hamburg, da die Innenaufnahmen im Hamburger Hafen gefilmt wurden. Das schwedische  Making-Off in englischer Sprache zeigt ebenfalls Bilder der MS Stockholm in der Arktis, die zum Teil von Bord des Schwesternschiffes MS Origo aus aufgenommen wurden.

Trailer:

Making-Off:

Die MS Stockholm wurde 1953 in der Werft Helsingborg Varfs – A.B. in Helsingborg gebaut und in den Dienst der Swedish Maritime Administration (Seeschifffahrtsamt) gestellt. Das nostalgisch charmantische Schiff mit höchster Eisklasse ist mit seinen 60 Jahren ein wahrer Oldtimer und in vollständig restauriertem Zustand im Dienst von Eigner und Kapitän Per Engvall/Schweden. Die MS Stockholm macht Polar-Kreuzfahrten mit Expeditionscharakter, meistens rund um  Spitzbergen. Mit maximal zwölf Passagieren sticht die MS Stockholm in See.

Der charmante Oldtimer mit bester Eisklasse war lange Jahre als Mehrzweckschiff im Dienst: als Lotsenboot, Schlepper, Hafeneisbrecher, Tonnenleger und auch Einsätze als Seenotrettungskreuzer leistete das kleine, wendige Schiff. Im Mai 1997 wechselte die MS Stockholm den Dienstherrn, Eigentümer wurde die Ishavet Inc. 1999 hat der Eigner und Kapitän Per Engvall das Schiff selbst in aufwändiger Handarbeit modernisiert. Für den sorgfältigen Umbau stand ein ganz spezielles Schiff Pate: das Polarschiff FRAM des norwegischen Forschers Fridtjof Nansen.

Und nicht nur Schauspieler und Filmteams können auf der MS Stockholm mitreisen! Ihre Geburtstagsreise führt die MS Stockholm im Mai 2013 nach Schottland. Während bereits alle Spitzbergen-Expeditionen 2013 ausgebucht sind, gibt es für die internationale Schottlandreise noch ein paar freie Plätze, denn der Geheimtipp hat sich noch nicht so weit herumgesprochen. Mehr Informationen: http://www.polar-kreuzfahrten.de/polarreisen/42.html

Foto: Peter Balwin

Das Schiff: eine Leidenschaft

Wer individuelle Authentizität liebt, gepaart mit nostalgischem Charme und gute Seemannschaft hautnah in unberührter Natur schätzt, sollte an Bord der MS Stockholm gehen. Schon die ersten Schritte auf dem Holzdeck werden jeden spüren lassen, dass er auf einem außergewöhnlichen Schiff ist. Sie ist ein Schiff mit einem schweren Kiel und liegt gut und sicher im Wasser. Dennoch hat sie einen so geringen Tiefgang, dass sie unglaublich nahe an die Küsten heran kann. Auf einen ersten Blick umarmt jeden Besucher der Charme der Brücke mit viel dunklem Holz und den antiken Messinggeräten. Modernste Navigationsgeräte sind passgenau integriert und sorgen für ein Höchstmaß an Sicherheit.

Jeder Gast ist bei Kapitän Engvall willkommen und er kann ihm von seinen vielen Jahren auf See erzählen. Der Schwede spricht Englisch, viele Worte macht er nicht. „Er spiegelt das Karma dieser Landschaft, absolute Ruhe und Erfahrung. Tiefes Vertrauen bei seinem Gegenüber ist das Ergebnis“, so formuliert es ein langjähriger Freund und Expeditionsführer.

Die selbst vermessenen Routen auf den handgezeichneten Seekarten von Per Engvall spiegeln seine immense Kenntnis wider und er kann seine Passagiere an unzugängliche Stellen führen, die sonst niemand mit einem großen Schiff erreicht.

Wer sich für eine Reise auf der MS Stockholm entscheidet, reist mit diesem kleinen, wendigen und eisverstärkten Schiff auf Augenhöhe mit der Natur und schaut nicht von einem großen Passagierschiff von weit oben zu. Passagiere sind nahezu ein Teil der Wasserlinie. Eine Robbe auf dem Eis schaut ihnen direkt in die Augen. Und sogleich empfinden die Reisenden sich nicht als Fremdkörper, sondern als Teil des Ganzen. „Und damit hast du auch kein schlechtes Gewissen, ein Eindringling zu sein. Auf einem großen Schiff bist du einfach nur ein Konsument, der Kino live schaut“, unterscheidet ein langjähriger Expeditionsleiter.

Unter Deck erwartet den Gast ein edel und doch gleichzeitig rustikal-gemütlicher Salon auf dem Oberdeck. Dort ist die kleine Bar, gebaut aus einer antiken Bücherkiste der Seemannsmission. Dieser weitere Ausdruck von detailverliebter Ausstattung erlaubt noch folgende Anmerkung: Auch alle alkoholischen Getränke sind auf jeder Expedition im Gesamtpreis enthalten. Im Salon können die Expeditionsreisenden auch den spannenden Vorträgen des Expeditionsleiters lauschen.

Die Mahlzeiten werden stilecht in der Messe serviert. „Das Essen ist köstlich. Irgendwie passt das Essen immer zur Landschaft. Es ist eben gehaltvoller. Ein Salat mediterrané würde einfach nicht passen“. Jedes Essen ist im Grunde ein Feiern, ein Kredenzen. Jeder Wein wird vorgestellt, es gibt schwedische Nationalgerichte, doch auch bestes argentinisches Rindersteak, köstlichen Fisch, stimmige Beilagen. An schwedischen Nationalfeiertagen wird schon mal gesungen, auch ein Lied für die Königin. Das alles ist so herzlich und authentisch nur mit 12 Gästen möglich und behält damit einen sehr persönlichen und charmanten Rahmen.

Koch und Küche sind flexibel, jeder Tagesablauf wird abgestimmt. Bei Ausflügen mit intensiven Tierbegegnungen kann das Essen über Funk auch mal eine Stunde verschoben werden.

Die gemütlichen Kabinen sind zweckmäßig eingerichtet, ohne dass dabei auf Komfort verzichtet werden muss: Bullaugen, Etagenbetten und das dunkle Holz versprühen nostalgisches Flair, während das eigene Bad mit Dusche und WC, ein Schreibtisch mit Stuhl sowie ausreichend Stauraum dafür sorgen, dass Gäste sich komplett wohl fühlen.

Und mit der Crew bekommt jeder Gast das Geschenk, ganz besondere Menschen kennen zu lernen: allesamt Originale, Charaktere, sie sind authentisch und wissen, warum sie an Bord sind. Diese Menschen machen nicht einfach nur einen „Job“, sie erfüllen eine Mission und sind mit großer Leidenschaft dort an Bord, mit DIESER Mannschaft, für diese fantastische Aussicht – und für die Reise des Lebens ihrer Gäste. Kompromisslos GUT!