Schiffsportrait der Queen Mary 2 von Cunard

Die Queen Mary 2 – Cunard Flaggschiff und Königin der Weltmeere

Mit einer Cunard Queen die Weltmeere zu bereisen ist schon seit mehr als 175 Jahren ein einzigartiges Erlebnis und der Name Cunard steht seither für stilvollen Luxus. Nicht nur die Seefahrt, sondern später auch die gesamte Kreuzfahrt wurde von den verschiedenen Cunard Queens in besonderem Maße geprägt.

Unter den über 180 Schiffen, die im Laufe der Jahrzehnte unter Cunard-Flagge gefahren sind, befinden sich einige ganz besondere Ikone. Dazu zählen die Queen Mary, die Queen Elizabeth 2 und auch bereits die Queen Mary 2. Letztere wurde Ende 2016 auf der Blohm+Voss Werft in Hamburg umfassend renoviert, umgebaut und aufgehübscht. Nach der 3-wöchigen Schönheitskur hat die Queen Mary 2 ihren zwischenzeitlich leicht verblassten Glanz zurückerhalten und ist sogar noch eleganter als je zuvor. Im Rahmen der 120 Millionen-Renovierung wurden nicht nur bestehende Bereiche renoviert, sondern auch neue Einzelkabinen und Britannia Club Balkonkabinen sowie weitere Tierunterkünfte und Annehmlichkeiten für die Vierbeiner installiert. Die Queen Mary 2 gehört zweifelsfrei zu den berühmtesten Schiffen der Gegenwart und wurde speziell für die harten Anforderungen an den Dienst als Transatlantikliner konzipiert.

Seit der Indienststellung der Queen Mary 2 im Jahr 2004 befährt sie jedoch nicht nur die legendäre Transatlantikroute, sondern sticht in bestimmten Monaten auch zu regulären Kreuzfahrten in See. Als die Queen Mary 2 am 19. Juli 2004 erstmals in den Hamburger Hafen ein- bzw. auslief, verfolgten insgesamt unglaubliche 500.000 begeisterte Zuschauer das Geschehen. Eine solche Anziehungskraft hat bisher kein anderes Schiff weltweit erreicht. Seit der Jungfernfahrt hat die Queen Mary 2 rund 2 Millionen Seemeilen zurückgelegt. Maximal reisen an Bord 2.695 Passagiere in 1.355 Kabinen und werden von 1.178 Crewmitgliedern betreut. Die Queen Elizabeth 2 ist mit 151.800 BRZ vermessen, 345m lang und erreicht mit ihren 157.000 PS unter Nutzung der Dieselmaschinen eine Geschwindigkeit von etwa 26 Knoten. Unter Zuschaltung der Gasturbinen werden Geschwindigkeiten von deutlich mehr als 30 Knoten erreicht. Wahrlich beeindruckende Daten. Aber nicht nur die technischen Details begeistern, auch an Bord beeindruckt die Königin der Meere auf jedem Deck!

Foto: Oceanliner Pictures

Großzügigkeit durch mehr Deckenhöhe und Verwirrung durch Zwischendecks

Bevor wir unseren Rundgang über die Decks der Queen Mary 2 beginnen, sei der Ordnung halber gesagt, dass die Decks der Queen Mary 2 von denen anderer Passagierschiffe abweichen. Es gibt im Bereich von Deck 2 und 3 zum Teil so genannte Zwischendecks, welche mit Deck 2L und Deck 3L in den Deckplänen verzeichnet sind. Diese Zwischendecks werden dadurch möglich, weil Deck 2 und 3 eine deutlich größere Deckenhöhe aufweisen als dies auf regulären Kreuzfahrtschiffen der Fall ist. So liegen zum Beispiel der G32 Nightclub und das „Illuminations“ Planetarium eigentlich genau zwischen Deck 2 und 3. Um Verwirrung zu vermeiden, verzichten wir während unserer Beschreibung auf den Hinweis von Deck 2L und Deck 3L. Was in der Theorie zunächst verwirrend erscheinen mag, gestaltet sich an Bord völlig einfach und logisch.

Deck 02

Weitblick statt Fahrstuhlschächte

Wenn man die Queen Mary 2 durch den Eingang auf Deck 2 betritt, dann öffnet sich vor einem die glamouröse Grand Lobby, in deren Mitte nicht mehr die zwei voluminösen Fahrstuhlschächte die Blicke auf sich ziehen, sondern das 7m hohe Wandrelief vom Künstler John McKenna. Die wuchtigen Fahrstühle haben zuvor einen freien Rundblick in der Grand Lobby unmöglich gemacht, nach der Deinstallation kommt die Großzügigkeit erstmals richtig zur Geltung. Weniger ist manchmal eindeutig mehr.

An der Rezeption stehen rund um die Uhr die kompetenten und aufmerksamen Cunard Mitarbeiter für die Beantwortung aller Fragen zur Verfügung und helfen auch gerne bei der Erfüllung besonderer Wünsche im Rahmen der Kreuzfahrt.

Foto: Oceanliner Pictures

Das Empire Casino war vor dem Umbau deutlich größer, erscheint nun für ein Schiffs-Casino beinahe klein. Dort wo früher eine Reihe von Spieltischen auf spielfreudige Gäste wartete, befinden sich nun insgesamt 9 Außenkabinen. Weiterer Platz musste für die neue Photo Gallery geschaffen werden. Deren bisheriger Platz neben dem Britannia Restaurant wurde ebenfalls für den Einbau weiterer Außenkabinen genutzt, insgesamt sechs.

Das verkleinerte Casino spiegelt letztendlich die Gästestruktur an Bord wieder, welche die Vorzüge der anderen Räumlichkeiten zu schätzen weiß und weniger Wert auf ein üppiges Angebot im Spielcasino legt. Die Spiel- und Spaßgesellschaft entscheidet sich meist für eine Reise auf einem der großen Spaßdampfer. Und das ist auch gut so.

Vorbilder mit Weltruf

Im Royal Court Theater werden jeden Abend aufwändig inszenierte Musicals und hochklassige Shows dargeboten, welche denen auf dem New Yorker Broadway in nichts nachstehen. Qualität verpflichtet – auch bei der Abendunterhaltung. Das Ambiente ist entsprechend stilvoll, wurde im Zuge der Renovierung noch einmal aufgewertet. Der Clou ist ein hochfahrbarer Orchestergraben, wie er auf aktuellen Luxuslinern lange kein Standard ist. Vorbild ist hier die bekannte New Yorker Radio City Music Hall. Das Royal Court Theatre wurde nach dem Londoner Vorbild am Sloane Square benannt und bietet insgesamt 1.094 Zuschauern Platz, davon entfallen 470 Plätze auf den oberen Balkonrang und 624 Plätze auf das Parkett.

Foto: Oceanliner Pictures

Das einzige Planetarium auf See

Das Royal Court Theatre befindet sich nicht, wie meist auf Kreuzfahrt- bzw. Passagierschiffen üblich, direkt im Bug, sondern etwas versetzt dahinter. Der Platz ganz vorne ist auf der Queen Mary 2 dem bis heute einzigen Planetarium auf See gewidmet, dem Illuminations. Im Planetarium, welches auch als Kino, Vortragssaal oder Theater genutzt werden kann, finden bis zu 493 Personen Platz, davon können 150 direkt in die imposante, bewegliche Kuppel blicken. Die hier gezeigten Sternenkarten sind selbige, professionelle Darstellungen wie in den Observatorien in London, New York oder Hamburg. Ein Highlight in diesem Zusammenhang sind natürlich die Vorträge über Sternenkunde und die damit verbundenen Astronomie-Shows. Die ausgeklügelte Technik des Illuminations Planetarium ermöglicht atemberaubende „Virtual-Reality“ Darbietungen.

Foto: Oceanliner Pictures

Zwischen Planetarium und Royal Court Theatre befindet sich das Konferenzzentrum Conexxions mit insgesamt sieben Schulungsräumen von denen zwei als Interneträume genutzt werden können.

Cunards Erbe

Die beiden Gänge bzw. seitlichen Promenaden, welche am Royal Court Theatre vorbei in Richtung der Konferenzräume und zum Planetarium führen, sind reich bebildert und mit Videobildschirmen versehen. Hier kann man einige, interessante Informationen über die Geschichte der Cunard Line erhalten und auch entdecken, welche berühmten Persönlichkeiten sich im Laufe der Jahrzehnte an Bord der Schiffe verwöhnen ließen.

Die Liste der berühmten Persönlichkeiten ist beinahe endlos und unterscheidet jene die nur an Bord zu Besuch waren und jene die auch mit einem der Schiffe gereist sind. So sind zum Beispiel Elizabeth Taylor, John Travolta, Sharon Stone, der Kaiser von Japan oder König Hussein von Jordanien bereits an Bord gereist, Donald Trump, Whoopi Goldberg, Jon Bon Jovi oder Antonio Banderas jedoch lediglich an Bord zu Gast gewesen. Diese Liste ist übrigens auch im Internet zu finden << Link >>.

Wieder zurück in der Grand Lobby ist noch eine Besonderheit zu nennen – hier hängt die Schiffsglocke der Queen Mary 2, welche jeden Mittag um 12:00 Uhr von einem Offizier geschlagen wird.

Der Golden Lion Pub bietet in typisch englischer Pub Atmosphäre entsprechende, traditionelle Pub-Speisen sowie die passenden Biersorten, Cider und Perry. Besondere Sportereignisse werden auf großen Flachbildschirmen übertragen, was den Golden Lion Pub auch zu einer Sports Bar macht.

Foto: Oceanliner Pictures

Das prunkvolle Britannia Restaurant am Heck der Queen Mary 2 erstreckt sich über zwei Decks. Die Gäste der Innen-, Außen- und Balkonkabinen der Britannia Kategorie genießen hier allabendlich ein kulinarisch ausgewogenes 3-Gänge-Menü im stilvollen Art déco Ambiente. Gespeist wird in zwei Tischzeiten, entweder um 18:00 Uhr oder um 20.30 Uhr.

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Die Baunummer wird zum Nachtclub

Die Nacht zum Tag machen und zu weltberühmten Musical-Rhythmen oder Musikklängen tanzen, das geht im imposanten G32 Nightclub. Jeder Abend steht unter einem anderen Motto und somit ist hier Abwechslung garantiert, die im Laufe einer Reise die meisten Musik-Geschmacksrichtungen der Gäste abdecken sollte. Einen so stylischen und ausgewachsenen Nightclub mag man zunächst auf einem klassischen Transatlantikliner wie der Queen Mary 2 gar nicht vermuten, umso überraschender ist die Größe und Ausstattung dieser Location. Der Name des Nachtclubs G32 ist übrigens nicht frei gewählt, sondern hat seinen Ursprung in der Werft Baunummer „G32“ der Queen Mary 2.

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Deck 03

Wir nutzen die Treppe im Nightclub G32 und wechseln auf das Deck 3.

Beim Betreten vom Queens Room ist ungeniertes Staunen kein Fauxpas, denn hier wurde wirklich auf jedes Detail geachtet. Eine Büste der altehrwürdigen Queen Elizabeth sowie fein eingearbeitete Initialen, Königinnen-Portraits an den Wänden, Mahagonivertäfelungen, blank geputzte Geländer und spiegelglatte Tischoberflächen sind nur einige davon. Selbst die Glasabtrennung zwischen Tanzfläche und kleiner Empore ist penibel poliert, Fingerabdrücke sind hier kein Thema. Im Queens Room findet ein tägliches Zeremoniell statt, für das viele Reisende die Qunard-Queens zu schätzen wissen – die Kellner schwärmen aus und stellen die traditionelle Frage: „Would you like some tea, Madame?“ Die Farbwahl im Queens Room ist wunderbar und spiegelt nicht nur die Eleganz früher Oceanliner wieder, sondern verleiht diesem Raum auch einen zeitgemäßen, freundlichen Touch.

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Der Chart Room bietet den passenden Rahmen für einen Cocktail vor dem Dinner und ist im Vergleich zu den anderen Räumlichkeiten nicht auffällig verändert worden. Das Teppichmuster ist nun deutlich ruhiger und die Musterung der Stuhlpolster ist eine andere. Insgesamt ist das Ambiente „gediegen klassisch“ geblieben.

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In der Laurent Perrier Champagne Lounge & Bar lässt sich bei einem Glas exklusiven Champagner wunderbar das Geschehen in der Grand Lobby beobachten oder der Abend in einem besonders eleganten Ambiente beginnen.

Foto: Oceanliner Pictures

Ein Ort der Geschichte und leckerer Pralinen

Sir Samuel´s richtet sich mit seinem Angebot an alle Liebhaber von Kaffee- und Schokoladenspezialitäten. Neben zahlreichen Kaffeesorten aus allen namhaften Anbaugebieten der Welt finden auch Teeliebhaber unter den zahlreichen Teesorten garantiert die Richtige. Am Morgen erfreut sich der Besucher an dänischem Gebäck und Muffins, zur Mittagszeit an frisch gebackenen Quiches und Sandwiches sowie zahlreichen Gebäck- und Kuchenspezialitäten am Nachmittag. Abends werden Käsehäppchen mit begleitenden Weinen angeboten. Eine süße Besonderheit sind ohne Zweifel die sündhaft leckeren Pralinen der belgischen Marke Godiva. Godiva ist ein international bekannter und sehr renommierter Pralinier und Chocolatier aus Brüssel.

Samuel Cunard gründete die Reederei Cunard Im Jahr 1839 – der Beginn einer beispiellosen Geschichte in der Passagierschifffahrt. Die Cunard-Liner prägten diese wie keine anderen Schiffe bisher. Cunard Line hält mit der Queen Mary 2 bis heute als einzige Reederei einen regelmäßigen Transatlantikdienst zwischen der „alten“ und der „neuen“ Welt aufrecht.

Foto: Oceanliner Pictures

Wir schlendern nun vorbei an den exquisiten Mayfair Shops an Bord der Queen Mary 2. Dazu zählen Filialen von Harrods, Hermés oder aber auch der Juwelier H. Stern.

Deck 06

Auch Kinder sind an Bord willkommen

Auf Deck 6 befinden sich am Heck ein eigener Kinderbereich sowie ein relativ großer Pool für die kleinen Kreuzfahrtgäste, was man auf der Queen Mary 2 nicht unbedingt erwartet. Insbesondere der Pool ist der größte, den wir bisher als „Kinderpool“ auf einem Kreuzfahrtschiff gesehen haben. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs waren alle Bereiche in Benutzung, so dass wir entsprechend keine bebilderten Eindrücke mitbringen konnten. Die Kinderbereiche brauchen sich auf keinen Fall hinter denen von Kreuzfahrtschiffen verstecken, die offiziell als „Kinder-Schiffe“ angeboten werden.

Deck 07

Im modern eingerichteten Canyon Ranch SpaClub, der sich über zwei Decks erstreckt, wird der Reisegast rundum verwöhnt. Zum Angebot gehören ein großer Thalasso-Pool, Canyon Ranch Stein Massagen, Ayurveda oder Thai-Massagen, ein Aroma-Dampfbad, eine finnische Sauna, eine Thermal Suite, ein Beauty Salon und ein großes Fitness Center.

Foto: Oceanliner Pictures

Perfektion bis ins Detail statt eigenwilliger Gartencharakter

Wie beginnen wir? Der Winter Garden an Bord der Queen Mary 2 mag seinerzeit eine pfiffige Idee der Designer und Architekten gewesen sein, so richtig ersichtlich war uns seine Bedeutung und sein Verwendungszweck allerdings bis zuletzt nicht. Nun, immerhin gab es ähnliche Einrichtungen in so manchem altbackenen Hotel oder auf einsamen Landhäusern in England. Auf der Queen Mary 2 wirkte dieser aber, egal zu welcher Tageszeit, unharmonisch und passte nicht so recht zum Stil der anderen, öffentlichen Bereiche.

Er war darüber hinaus nicht zu vergleichen mit dem schönen Winter Garden auf der QUEEN VICTORIA, der mit einem großen Glasdach überspannt und geschmackvoll ausgestattet ist.

Der eigenwillige Gartencharakter auf der Queen Mary ist nun verschwunden, denn aus dem Winter Garden wurde die Carinthia Lounge. Und die ist einfach nur wunderschön!

Zur Vergangenheit gehört die Deckendekoration, die an den Lüfter eines überdimensionalen Gebläses erinnerte. Eingezogen sind goldene Kronleuchter, die modern und elegant zugleich sind und die Blicke automatisch auf sich ziehen. Benannt ist die Lounge nach dem Cunard-Liner Carinthia, welcher in den 1920er bis 1930er Jahren sehr beliebt bei den Passagieren war. Es gab allerdings auch noch eine zweite Carinthia welche im Jahr 1956 gebaut und 2005 in Alang abgebrochen wurde. Die neue Carinthia Lounge erstrahlt in einer frischen Farbpalette aus Blau-, Creme- und Goldtönen, eingerahmt von einer weißen Decke und verspiegelten Säulen. Tagsüber die die neue Carinthia Lounge ein Ort zum Entspannen, an dem leichte Speisen und Getränke serviert werden, abends verwandelt sie sich in eine Premium-Weinbar mit zwanglosem Unterhaltungsprogramm. Sie bietet sich außerdem für entspannte Gespräche unter Freunden oder zum Zurückziehen und Schmökern in einem schönen Bestseller an.

Neben einem eigenen Patisserie-Tresen finden Gäste hier auch die perfekte Atmosphäre für ihren Champagner-Nachmittagstee. Perfektioniert wird das Ambiente durch eine Weinwand, vertikale Metallblenden, die vom Art Deco-Stil inspiriert sind, und eine dunkle Holztanzfläche.

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Ebenfalls erheblich aufgewertet erscheint das Buffetrestaurant Kings Court. Durch den Umbau wurden die Buffetbereiche zentraler und offener gestaltet, die Anordnung der Tische und Sitzmöglichkeiten ist ebenfalls komplett neu und wesentlich offener. Im Zuge der Neugestaltung wurde auch das Servicekonzept überarbeitet und aufgewertet. Die Gäste können sich seither nicht mehr ausschließlich selbst an den Stationen bedienen sondern werden auf Wunsch bedient. Für diesen neuen Service wurden zusätzliche Servicekräfte bereitgestellt. Der Gast wird aber nicht nur an den Stationen bedient, sondern erfährt auch einen tollen, neuen Service in dem sein Tablett auf Wunsch zum Tisch gebracht wird. Die Atmosphäre im neuen Kings Court Restaurant ist kultiviert, leger und entspannt zugleich. An bestimmten Tagen finden Koch-Vorführungen statt.

Helle und frische Farbtöne, Art-Deco-Lüster, ansprechende Kunstwerke, Fußböden in warmen Holztönen und die Verwendung von Spiegeln, um den Meerblick zu betonen, garantiert ein Speiseerlebnis in fast schon stilvollem Ambiente. Für ein Buffetrestaurant ist das neue Design und Servicekonzept auf einem hohen Level. Hier hat man sich wirklich Gedanken gemacht und Ideen wunderbar umgesetzt.

Abends gibt es im Kings Court Restaurant gesetztes Essen mit Bedienung bzw. eine alternative Dinner-Option mit abwechselnden italienischen, indischen, asiatischen und Tex Mex-Menüs. Im Bereich Chef’s Galley, wo tagsüber weiterhin die beliebte American Diner-Küche angeboten wird, gibt es abends eine weitere Neuerung: der Küchendirektor (Executive Chef) lädt hier gegen Gebühr zum Chef’s Table Menü ein. Dabei bereitet der Küchenchef für einen exklusiven Kreis von bis zu 20 Personen persönlich ein Sieben-Gänge-Menü mit raffinierten Köstlichkeiten und korrespondierenden, exzellenten Weinen vor.

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In der Grills Lounge genießen die Gäste der Princess und Queens Grill Kategorien eine intime und entspannte Lounge-Atmosphäre und können hier völlig ungestört in kleinem Kreis zum Beispiel auf das abendliche Dinner anstoßen oder den Abend bei klassischer Loungemusik ausklingen lassen. Die Grills Lounge verfügt über einen eigenen Außenbereich, die Grills Terrasse (Deck 11 am Heck), welche den anderen Reisegästen nicht zugänglich ist.

Für die Gäste selbiger Kabinenkategorien sind die beiden Restaurants Princess Grill und Queens Grill in exklusiver Lage reserviert. Die Gäste speisen in beiden Restaurants in nur einer Sitzung zwischen 18:30 und 21:00 Uhr und genießen die À-la-carte Spezialitäten in Kombination mit feinsten Weinen aus allen Regionen der Welt, einen herausragenden Service und freiem Meerblick.

Beide Restaurants sind renoviert und erstrahlen in harmonischen, äußerst perfekt aufeinander abgestimmten Farbtönen. Herausragend ist aus unserer Sicht dabei das Queens Grill Restaurant, welches in den „Cunard-Farben“ Rot, Schwarz und Weiß den passenden Rahmen für kulinarische Hochgenüsse bietet.

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Deck 08

Die Queen Mary 2 verfügt über eine der größten Bibliotheken auf See, insgesamt befinden sich nach Reedereiangaben mehr als 10.000 Bücher der verschiedensten Sprachen in dieser. In den gemütlichen Ledersesseln, die zum Teil in kleinen Sitzecken aufgestellt sind, lässt es sich prima schmökern. Nebenbei lohnt sich ein Blick durch die großen Panoramascheiben direkt über den mächtigen Bug der Queen Mary 2. Der Bibliothek ist eine kleine Buchhandlung angeschlossen in der sich Postkarten, Souvenirs und Bücher erwerben lassen.

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Dort wo bisher das bekannte Todd English Restaurant untergebracht war, befindet sich nun das neue Verandah Restaurant, in dem der kulinarische Botschafter Jean-Marie Zimmermann mit köstlichen Kreationen der französischen Küche für wahre Gaumenfreunden bei den Gästen sorgt. Das Mobiliar sowie Dekorationsdetails, Stoffe und Farben wurden in einem zeitgemäßen, eleganten Stil umgestaltet und aufgewertet.

Das Verandah Restaurant steht ganz in der Tradition der in den 1930-er Jahren auf Queen Mary und Queen Elizabeth erstmals eingeführten Verandah Grills, die zu den besten Restaurants dieses Zeitalters zählten. Während heute jeder Gast an Bord in den Genuss erlesener französischer Küche kommen kann, wurden damals nur Passagiere der Ersten Klasse zugelassen. Dies nutzten vor allem die Reichen und Berühmten, um ungestört dinieren zu können, unter anderem zählten Fred Astaire, Charlie Chaplin, Marlene Dietrich, Greta Garbo und Elizabeth Taylor zu den Stammgästen.

Das Mittagessen ist für einen Aufpreis von 20 US-Dollar p. P. und das Abendessen für 35 US-Dollar pro Person erhältlich. Im Vergleich zu Sternerestaurants an Land ein äußerst fairer Preis in einem fantastischen Ambiente.

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Die große Heckterrasse ist zum Teil mit einem Sonnensegel versehen, bietet also Sonnen- und Schattenplätze. Der Swimmingpool sprengt keine Größenrekorde, sollte zumindest in gemäßigten Klimazonen aber nicht überfüllt sein.

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Deck 09

Unsere letzte Station auf Deck 09 ist der Commodore Club, hoch über dem Meer gelegen mit phantastischem Blick über den Schiffsbug. Die Lounge punktet aber nicht nur durch eine wunderschöne Lage, sondern auch durch die perfekt aufeinander abgestimmte Innenausstattung. An der Bar bleiben die Blicke, obgleich beeindruckt von der großartigen Getränkeauswahl, an einem riesigen Schiffsmodell der Queen Mary 2 hängen. Das Holzdekor harmoniert mit den feinen Stoffen sowie den weißen Ledersesseln und blauen Polsterkissen. Ebenfalls auffallend sind die eingravierten Weltkarten in den Glastischen. Der Zustand ist insgesamt tadellos.

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In der Churchill´s Cigar Lounge findet der Zigarrenliebhaber eine perfekte Lounge im kolonialen Stil, in der es neben feinsten Zigarren auch Cognac, Portwein, Madeira und Scotch zu erwerben gibt.

Deck 11

Auf Deck 11 liegt im Vorschiff, man mag einen solchen dort überhaupt nicht vermuten, ein Mehrzweckraum. Dieser ist mit Spieltischen ausgestattet, die sich für Gesellschaftsspiele nutzen lassen. Der Atlantic Room kann aber auch für Feierlichkeiten oder Hochzeiten angemietet werden. Der Atlantic Room verfügt außerdem über einen Außenbereich welcher einen sensationellen Bugblick ermöglicht.

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Deck 12

Das Boardwalk Café ist ein legeres Restaurant, welches auf einem sehr schönen Deckbereich Speisen unter freiem Himmel ermöglicht. Die Speiseauswahl umfasst Hot Dogs, Hamburger und andere gegrillte Gerichte.

Foto: Oceanliner Pictures

Herausragend sind die weitläufigen Sonnendecks der Queen Mary 2, welche sicherlich in dieser Großzügigkeit nirgendwo sonst zu finden sind. Die Sonnendecks und Freidecks sind aber nicht nur weitläufig sondern ausnahmslos alle mit penibel gepflegtem Teakholz belegt. Stilvoller und maritimer geht es in der heutigen Zeit kaum.

Für besonders kalte Tage bieten sich der Pavilion Pool sowie die umliegenden Sonnenliegen an. Der Pavilion Pool sowie die Sonnenliegen sind mit einem auffahrbaren Glasdach überspannt.

Foto: Oceanliner Pictures

Deck 13

Aus dem reinen Sonnendeck wurde ein Kabinendeck in das 30 neue Britannia Club Kabinen (Kat. A2) sowie 5 Innenkabinen (Kat. IF) eingebaut wurden. Das Deck ist oben begehbar und stellt insofern eigentlich ein Deck 14 dar, welches offiziell nicht in den Deckplänen verzeichnet ist. Dieser obere, begehbare Bereich ist derzeit noch mit einfachen Gummimatten zur Schalldämmung ausgelegt, hier wird aber noch an einer stilvolleren Endlösung gearbeitet, wie man uns mitteilt. Die Aussicht von diesem Deck aus ist wunderbar.

Foto: Oceanliner Pictures

Die Queen Mary – frischer Wind auf allen Decks

Unser Fazit: Die Queen Mary 2 wurde als Transatlantikliner der Neuzeit konzipiert und gebaut, unternimmt jedoch auch reguläre Kreuzfahrten um letztendlich profitabel zu fahren. Eine schwierige Gratwanderung, die aber bisher sehr gut gelungen ist. Für unseren Geschmack war die Queen Mary 2 bisher doch etwas altmodisch im Innendesign, was sich nun erstaunlicher Weise völlig geändert hat. Offenbar hat man bei Cunard bzw. dem amerikanischen Mutterkonzern Carnival erkannt, dass mit dem „very british“-Ambiente und den Transatlantikfahrten das Schiff nicht mehr dauerhaft konkurrenzfähig auf dem internationalen Markt der großen Spaß- und Luxusdampfer betrieben werden kann. Das Schiff war ohnehin in die Jahre gekommen, hier und da blätterte der Lack auch innen deutlich sichtbar ab.

Um die Profitabilität des Schiffes zu erhöhen, wurden nun weitere Kabinen eingebaut, der obere Pool auf Deck 13 war allerdings der Preis dafür. Ein Stück Exklusivität die verloren ging? Nicht unbedingt, denn glaubt man den Aussagen der Reederei, dann war der obere Pool hinter dem Signalmast meist wenig frequentiert. Und schaut man sich die Deckbereiche auf dem Schiff an, so fallen die Änderungen nicht so gravierend ins Auge wie wir es zuvor vermutet haben.

Insbesondere auch Kreuzfahrtgäste aus Deutschland dürfte der frische Wind an Bord der Queen Mary 2 überzeugen, denn die Gruppe der Liebhaber von Plüsch, Messing, Mahagoni und barocken Teppichmustern wurde in den vergangenen Jahren eher kleiner als größer. Die Queen Mary 2 begeistert nun wieder bis ins Detail mit Stil und Komfort ohne dabei ihren britischen Charme zu verlieren.

Die Queen Mary 2 war und bleibt der einzige Transatlantikliner auf den Weltmeeren und sie behält aus unserer Sicht auch weiterhin die Trophäe als „Königing der Meere“!

Hinweis: Während unseres Besuchs an Bord herrschte ein stürmischer Wind, sodass in den Außenbereichen einige Auflagen der Sonnenliegen nicht an ihrem vorgesehenen Platz liegen.

  • Die gesamte Bildergalerie der Queen Mary 2 << hier >>

 

(Gastautor: Oliver Asmussen von kreuzfahrten-mehr)

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