Schiffsportrait der Harmony of the Seas von Royal Caribbean International

Größer, eleganter, innovativer, so präsentiert sich die Harmony of the Seas als das neue, größte Kreuzfahrtschiff der Welt

Die Harmony of the Seas von Royal Caribbean International hat die Allure of the Seas als größtes Kreuzfahrtschiff der Welt abgelöst, damit wird die Krone im eigenen Unternehmen weitergereicht. Der Größenzuwachs hält sich mit 1.681 BRZ aber in Grenzen und auch die wenigen Zentimeter Längenzuwachs bzw. die Breite von 66m gegenüber 60,5m zur Allure of the Seas sind rein äußerlich nicht sichtbar. Unser Zeitfenster, in dem wir das komplette, brandneue Kreuzfahrtschiff erkunden wollen, ist mal wieder extrem eng – kaum 36 Stunden bleiben uns. Da wir die Zeit nutzen wollen, um so viele Impressionen von Bord mitzubringen wie möglich, verzichten wir während dieser Kurzkreuzfahrt auf lange, zeitraubende Restaurantbesuche an Bord.

Foto: Oceanliner Pictures

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Zunächst einige Daten und Fakten zur neuen Harmony of the Seas von Royal Caribbean International:

Technische Daten Harmony of the Seas:

  • Baujahr: 2016
  • Passagiere: 5.479 bei Doppelbelegung, 6.780 maximal
  • Größe: 226.963 BRZ
  • Tiefgang: 9,1 Meter
  • Breite: 65,68 Meter
  • Länge 362,1 Meter
  • 18 Decks (16 öffentlich)
  • 24 Fahrstühle
  • 2.747 Kabinen, davon 524 Innen, 266 Außen, 1.768 Balkon, 76 mit virtuellem Balkon, 46 für Rollstuhlfahrer geeignet
  • In den 20 Restaurants stehen mehr als 300 Menüoptionen bereit
  • Ein einziger Bugstrahler der Harmony hat mehr Kraft als 7 Formel 1 Ferraris
  • In den 23 Pools der Harmony befindet sich mehr Wasser als der berühmte Old Faithful Geysir bei einem Ausbruch in die Luft schleudert.

Wir beginnen sogleich unseren Rundgang über die Decks des übergroßen Ferienresorts Harmony of the Seas, welches gleich nach Indienststellung die vergnügungswilligen Urlaubsgäste zu alt bekannten Reisedestinationen im Mittelmeer schippert. Mit einem Kreuzfahrtschiff hat die Harmony of the Seas kaum noch etwas gemeinsam, denn wie auch ihre zwei kleineren Schwesterschiffe wird sie durch eine einzigartige Vielzahl an Attraktionen an Bord zum eigentlichen Urlaubsziel. Auch wenn man seitens der Reederei gerne an der Aussage festhält, dass die angelaufenen Häfen immer noch wichtig für die Gäste sind, so spielen die Destinationen aus unserer Sicht eine nebensächliche Rolle, wenn man einen Urlaub auf diesem Megaliner bucht. Später mehr dazu. Unser Rundgang führt uns von Deck 3 hinauf auf Deck 17.

Deck 3

Im Bug erstreckt sich über drei Decks das große Royal Theater, in dem allabendlich atemberaubende Shows und Broadway-Musicals wie „Grease“ einem begeisterten Publikum dargeboten werden. Der Eingangsbereich ist so groß und glamourös, als gehöre er zu einem der weltbekannten Theatersäle in Mailand, Rom oder New York. Wahrlich ein perfekter Rahmen für die hier aufgeführten Broadway-Shows.

Foto: Oceanliner Pictures

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Conference Center:

Das große Konferenzzentrum der Harmony of the Seas verfügt neben modernster Technik über eine Vielzahl an variablen Konferenzräumen, die für private Bildvorträge, Meetings und andere Anlässe ein breites Nutzungsspektrum haben.

Studio B:

Eislaufen auf hoher See? Kein Problem im Studio B der Harmony of the Seas. Das Studio ist multifunktional nutzbar zum Rollerskaten, als Eislaufbahn und darüber hinaus als großer Saal für Kochvorführungen. Ein Highlight auf jeder Kreuzfahrt mit der Harmony of the Seas sind die aufwendig inszenierten Eis-Shows, wie zum Beispiel aktuell die „1887 – Eis-Show“. Das Studio B gibt es bei Royal Caribbean seit Einführung der Voyager Class.

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American Icon Grill

Dieser Restaurantbereich – eigentlich ist der American Icon Grill nur ein Teil davon – erstreckt sich insgesamt über 3 Decks und war bisher der beeindruckende Hauptspeisesaal auf den älteren Kreuzfahrtschiffen von Royal Caribbean. Mit Einführung der kleineren Quantum-Class war geplant, ein neues Restaurantkonzept einzuführen und nicht mehr ein großes Hauptrestaurant, sondern unterschiedliche, kleinere Restaurants mit variierenden Speisekarten anzubieten. Die Allure of the Seas wurde bei ihrem Werftaufenthalt im letzten Jahr ebenfalls modifiziert und auf den drei Ebenen des Hauptrestaurants im Design verändert << Bildergalerie >> von Bord der Allure of the Seas.

Aktuell beschränkt sich dieses Restaurantkonzept mit unterschiedlichen Speisekarten im Silk, The Grande und American Icon Grill aber weiterhin auf die Schiffe der Quantum-Class. Auf der Harmony of the Seas tragen die drei Restaurantebenen zwar unterschiedliche Namen und Ausstattungsmerkmale, haben aber identische Speisekarten.

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Deck 4

Royal Theater:

Auf Deck 4 liegt mittlere Etage des großen Haupttheaters der „Harmony of the Seas“, in dem jeden Abend faszinierende Shows dargeboten werden.

Direkt vor dem Theater befindet sich ein großer, offener Bereich, der Entertainment Place. Wie es der Name vermuten lässt, erwartet den Kreuzfahrtgast hier ein riesiges Angebot an Unterhaltungsmöglichkeiten.

Im The Attic wird den erwachsenen Reisenden ein hochkarätiges Late-Night-Comedy geboten. Das Ambiente ist elegant, zeitgemäß und unaufdringlich zugleich. Besonders pfiffig: Von einigen Sitzplätzen aus schaut man durch aufgehängte Bilderrahmen hindurch auf das dargebotene Programm. Die Shows sind natürlich auf das englischsprachige Publikum abgestimmt und richten sich inhaltlich an diese Zielgruppe.

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Jazz on 4:

Exklusiv auf der Oasis-Class genießen Kreuzfahrtgäste in diesem stilvollen Raum ein phantastisches, musikalisches Angebot. Abend für Abend lauscht der der begeisterte Jazz-Fan sanften Klängen in einem glamourösen Ambiente.

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Dort, wo sich auf der Allure of the Seas das Comedy Live untergebracht ist, liegt auf der Harmony of the Seas der Diamond Club für die treuen Crown & Anchor Stammfahrer entsprechender Clubstufen (Diamond, Diamond plus, Pinnacle). Im Diamond Club steht nicht nur ein eigener Concierge Service bereit sondern jeden Morgen auch ein kontinentales Frühstück sowie abends ausgewählte Drinks.

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Studio B:

Die obere Etage der großen Multifunktions-Arena, welche sowohl zum Rollerskaten als auch zum Eislaufen und als Veranstaltungssaal genutzt wird.

Casino Royale:

Las Vegas auf der Harmony of the Seas! Entsprechend der Schiffsgröße überrascht es wenig, dass dieses Casino das größte auf den Weltmeeren ist. In diesem Spielpalast findet der Reisende mehr als 450 digitale und elektronische Spielautomaten, Blackjack, Craps, Roulette, Video-Poker und viele weitere Dinge, mit denen sich in erster Linie US-Kreuzfahrtgäste auf einer Kreuzfahrt beschäftigen und ihr Glück herausfordern. Zusätzlich zum eigentlichen Casinobereich sind ein Poker-Raum und ein Spieler Club vorhanden.

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Izumi Restaurant:

Wie schon auf der Allure of the Seas befindet sich neben dem zweiten Hauptrestaurant The Grande, das Izumi Restaurant. Auf der Speisekarte stehen fernöstliche Spezialitäten wie Sushi Rolls, Rice Dishes und Noodle Bowls.

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The Grande:

Die mittlere Etage des Hauptspeisesaals nennt sich The Grande. Im Gegensatz zum postmodernen und stylischen Ambiente im American Icon Restaurant haben die Designer und Innenarchitekten hier großen Wert auf klassische Eleganz gelegt. Farbliche Akzente setzt der riesige, geschmackvolle Kronleuchter in der Mitte der drei Restaurantebenen.

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Deck 5

Aquatheater:

Das beeindruckende, am Heck der Harmony of the Seas in Form eines Amphitheaters angelegte Theater, ist Showplatz für spektakuläre Wassershows, die es nur auf den derzeit drei Schiffen der Oasis Class gibt. Eigens für diese Kreuzfahrtschiffe wurden großartige Akrobatik-Shows wie die Splish-Splash und die OceanAria Show produziert. An Bord der Harmony of the Seas nennt sich die Show „The Fine Line Aqua Show“. Die Tänzer schweben in den Shows scheinbar über die Zuschauer, springen in beeindruckenden Formationen in das tiefe Wasserbecken des Theaters und harmonieren perfekt mit einer beeindruckenden Hintergrundbeleuchtung. Nebelschwaden, künstlicher Regen und Wasserfälle schaffen den visuellen Höhepunkt. Die Shows werden natürlich stark vom Wetter beeinflusst und können bei stärkerem Wind und kälteren Temperaturen durchaus zeitlich verlegt oder abgesagt werden. In der Karibik ist das entsprechend unwahrscheinlicher als im Mittelmeer.

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Dem Royal Theater vorgelagert befindet sich auf Deck 5 genau im Bugbereich der große Vitality SPA & Fitness Bereich. Wie alles an Bord der Harmony of the Seas ist der gesamte Komplex natürlich deutlich größer als auf anderen Kreuzfahrtschiffen. Das Angebot ist vielfältig und bietet die komplette Bandbreite eines modernen Spa-Bereichs. Dazu zählen Massagebehandlungen, Gesichtsbehandlungen, Botoxbehandlungen, Schlammpackungen, Peelings, Bleaching (Zahnaufhellung) und vieles mehr. Teenager kommen in den Genuss spezieller Gesichtsbehandlungen, ebenso die männlichen Kreuzfahrtgäste. Darüber hinaus gibt es einen Frisör und ein Nagelstudio. Die Rezeption bzw. der Haupteingang befinden sich auf Deck 6.

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Wir gehen nun weiter in Richtung Royal Promenade. Sofort fallen das ultramoderne Design, das schicke LED-Leuchtkonzept sowie einige, andere Änderungen und Optimierungen ins Auge. In ihren Abmaßen ist die Royal Promenade nicht gewachsen, wenngleich genau dieser optische Eindruck entsteht. Das zwischen der Latin-Beat-Bar Boleros und der Karaoke Bar On Air Club gelegene Starbucks Café ist einem Shore Excursions desk sowie einigen, umgestalteten Promenade Shops gewichen. Das Starbucks Coffee ist auf den Boardwalk in die Ladenzeilen umgezogen und entsprechend nun nicht mehr offen gestaltet. Insgesamt suggerieren die kleinen Veränderungen dem Reisegast einen enormen Größenzuwachs auf der Royal Promenade.

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Es reihen sich einige Ladenlokale aneinander, zu denen bekannte Labels wie Guess (Handtaschen und Accessoires), Prince and Green (Swarovski, Guess, Michael Kors), Kate Spade (Handtaschen, Kleidung, Accesoires) oder auch Regalia (Ketten, Ringe, Accessoires) gehören. Dem einkaufswilligen Kreuzfahrer sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Der Boot & Bonnet Pub ist einem typisch englischen Pub nachempfunden und ist am Abend einer der Haupttreffpunkte auf der Royal Promenade.

Die Sorrento´s Pizzeria ist in ihrer Größe gewachsen, das Next Cruise Büro in dem man gleich seine nächste Kreuzfahrt buchen kann, ist ein Stück nach rechts gewandert und der von der Allure of the Seas bekannte Michael Kors Shop ist komplett verschwunden. Einen Großteil der Artikel findet man jetzt im Prince and Green Store wieder!

Neben dem Next Cruise Büro befindet sich eine Wendeltreppe hinauf zur Focus Photo Gallery. Auf den beiden Schwesterschiffen verbindet die Wendeltreppe an dieser Stelle auch die Royal Promenade mit dem darunter liegenden Casino. Das ist auf der Harmony of the Seas nicht mehr der Fall. Uns gefällt das sehr gut.

Im Café Promenade finden wir ein großartiges Café in dem köstliche Kaffeespezialitäten wie der Seattle Best Coffee ® erhältlich sind. Abgerundet wird das Angebot durch viele, kleine Snacks für den kleinen Hunger zwischen den Mahlzeiten. Aus unserer Sicht ist das Café Promenade die bessere Wahl im Vergleich zum Starbucks, da man hier mehr Inhalt für sein Geld in den Tassen bekommt und die Qualität wirklich gut ist.

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Dem Latin-Beat folgen bei einem Mojito oder Caipirinha – kein Problem im Latin Dance Club – dem Boleros.

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Das Herz der Harmony of the Seas ist die Royal Promenade mit ihren Shops. Nach Lust und Laune einen Cocktail trinken oder die Geschäfte mit ihrem umfangreichen Sortiment durchschlendern und danach ein Stück Pizza in Sorrento´s Pizzaria essen, einen Landausflug buchen? All das und noch viel mehr geht auf der Royal Promenade. Auffallend ist dabei, dass beinahe ausschließlich nur noch Luxusmarken angeboten werden. Vorbei scheint hier die Zeit der typischen Souvenir-Shops und T-Shirt-Läden.

Wir schnappen uns ein Mikrofon und singen in der Karaoke-Bar On Air Club – nein, das lassen wir dann doch besser – besuchen lieber umgehend die faszinierende Rising Tide Bar, in der man praktisch über drei Decks auf und ab schwebt. Eine pfiffige Idee, wenngleich solche Gimmicks natürlich etwas Spielerei sind aus unserer Sicht.

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Die Rising Tide Bar beherbergt eine auf den ersten Blick kaum erkennbare Veränderung. War sie bisher eher eine modische „Steh-Bar“ ohne vernünftige Sitzgelegenheiten, so stehen nun elegante Clubsessel für die Gäste bereit, wenn auch recht wenige in der Anzahl. Das Angebot an der Bar weicht jetzt ebenfalls von dem auf den Schwesterschiffen ab, denn man hat die Champagne Bar vom hinteren Eingangsbereich der Royal Promenade in die Rising Tide Bar verlegt. Sekt und Champagner genießt der Kreuzfahrtgast fortan nicht mehr auf festem Boden sondern dekadent schwebend zwischen der Royal Promenade und dem Central Park. Wobei die Bezeichnung „fester Boden“ vielleicht nicht ganz trefflich gewählt ist, denn wir befinden uns ja immer noch auf einem Schiff.

Was hat es mit dieser Veränderung auf sich bzw. warum musste die Champagne Bar umziehen?

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Die Stelle hat nun die Bionic Bar eingenommen, die erstmals auf der Quantum of the Seas zu finden war. Sündhaft teure Roboter mixen hier die Bargetränke, eine digitale Tafel zeigt die Wartezeit für die jeweilige Getränkebestellung an. Sicherlich ist diese Bar kein Ort für romantische Stunden am Abend sondern vielmehr ein geselliger Treffpunkt an dem man sich unterhält und den Robottern beim Shaken zuschaut.

Direkt gegenüber der Bionic Bar befindet sich, wie auch auf der Allure of the Seas und Oasis of the Seas der Guest Services Bereich. Die Rezeption ist als solche nun aber kaum noch erkennbar, denn es gibt keinen durchgehenden Beratungstresen mehr sondern einzelne Beratungscounter, wie sie auf der Quantum-Class eingeführt wurden. Auch hier bringt die Veränderung einen optischen Größenzuwachs mit sich, da keine schweren Möbel mehr den vorhandenen Platz verstellen. Für das Personal dürfte die Veränderung weniger schön sein, denn der Arbeitsplatz ist nun auch für die Passagiere zugänglich und einsehbar. Kleinere Gegenstände, die gerne hinter dem Tresen deponiert wurden, wird man hier nicht mehr finden.

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Für unseren Geschmack sind die Veränderungen im Bereich der Royal Promenade durchaus sehr gelungen. Den Tausch einzelner Geschäfte möchten wir dabei gar nicht so sehr gewichten, vielmehr fällt der scheinbare Größenzuwachs ins Auge. Das neue Farb- und Lichtkonzept schaut hervorragend – wenn auch eher spacig als maritim – aus. Die Royal Promenade auf der Harmony of the Seas hat nichts mehr mit jener auf den deutlich älteren Schiffen der Voyager Class gemeinsam – und dennoch ist sie aus unserer Sicht flottenweit die gelungenste.

Ganz am Heck liegt das dritte Hauptrestaurant an Bord der Harmony of the Seas, das Silk. Für alle Restaurants gilt das neue Dynamic Dining Konzept, bei dem die Gäste – ähnlich dem schon bekannten „My Time Dining“-Konzept – jeden Abend frei wählen können wann und wo bzw. mit wem sie speisen möchten. Es gibt keine festen Tischzeiten mehr, die Tische und auch die Kellner können jeden Abend andere sein. Die Wahl liegt nun beim Gast, in welchem Restaurant zu welcher Zeit er was essen möchte.

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Deck 5 wird umrundet von einer 670m langen Joggingbahn, auf der sogar kleinere Höhenunterschiede zu bewältigen sind. Die Joggingbahn liegt zwar, anders als bei den meisten Kreuzfahrtschiffen, nicht im Bereich des Pooldecks und somit für die Läufer in ungestörter Lage, aber die Aussicht hier unten ist nicht wirklich ansprechend. Da man in der Regel nicht mitten am Tage seine Joggingrunden absolviert sondern in den frühen Morgenstunden, störten in alter Poollage eigentlich weder die morgens am Rand stehenden Sonnenliegen noch ein eventuelle Hitzebelastung durch Sonneneinstrahlung.

Deck 6

Einen atemberaubenden Meerblick genießen wir ein Deck höher vom mehr als 600 Personen Platz bietenden Aqua Theater, welches wir auf Deck 5 bereits beschrieben haben. Tagsüber ist das Theater ein Ort der Muße und Entspannung, am Abend wird es zur spektakulären Theaterbühne auf der die phantastischen Wassershows dargeboten werden. Wir dürfen erstmalig die neue „Fine Line Aqua Show“ bestaunen, die zum Teil allerdings etwas langatmig erscheint und in manchen Spielphasen eher an eine Akrobatikshow ohne Wasser erinnert. Der genaue Ablauf der Show ist wohl aber noch nicht abschließend festgelegt, so dass wir kein Endurteil bilden möchten.

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Veränderungen auf dem Boardwalk

Liebhaber der mexikanischen Küche sollten einen Blick in die Sabor Taqueria werfen! Das Sabor ist ein mexikanisches Restaurant mit Taco-Backmaschine. Tagsüber treffen sich hier Familien, abends verwandelt sich die Sabor Taqueria ein einen Pub mit Live-Gitarrenmusik und Tanzmöglichkeit. Im Vergleich zum selbigen Restaurant auf der Allure of the Seas speist man auf den Außenplätzen nun etwas intimer, denn Pflanzenkübel sorgen für den nötigen Diskretionsabstand zum offenen Bordwalkbereich.

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Die mittig zwischen Sabor Taqueria und Johnny Rockets gelegene Sabor Bar wurde in die Sabor Taqueria integriert, um Platz für den Auslauf der „The Ultimate Abyss“ Doppelrutschen zu schaffen. Besonders deutlich werden diese Veränderungen auf der gezeigten Collage zwischen dem Boardwalk auf der Allure of the Seas und auf der Harmony of the Seas. Die „Ultimate Abyss“ (Deutsch: der ultimative Abgrund) ist neben dem Jahrmarktkarussell das markanteste Merkmal auf dem Boardwalk, der ansonsten nun auch aufgeräumter und größer wirkt als auf den Schwesterschiffen. Verschwunden sind zum Beispiel die von der Allure of the Seas bekannten Holzpferde im Eingangsbereich und auch das kleine „Kassenhäuschen“ vor dem Karussell ist nicht mehr da.

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Fettige Burger bei Johnny Rockets

Zu unseren persönlichen Lieblingsadressen an Bord zählte immer das bewährte und bereits von anderen Schiffen aus der Flotte bekannte Johnny Rockets, ein typisches 50er Jahre Diner mit Jukebox, frischen Burgern, Pommes und himmlischen Milchshakes. Allerdings können wir bei unserem aktuellen Besuch die einst hohe Qualität der Burger nicht mehr bestätigen. Sowohl beim Geschmack als auch in der Darbietung gibt es Punktabzug. Es ist einfach eklig, wenn das Fett aus dem Burger tropft und das Brötchen zusätzlich durchweicht. Das war nicht immer so, auch wenn das Restaurantpersonal unsere Reklamation überhaupt nicht nachvollziehen kann. Da erhält der Burger-Liebhaber nun bei den Mitbewerbern deutlich schmackhaftere und weniger fettige Alternativen. Oder aber, um auf der Harmony of the Seas zu bleiben, im Jamie´s Italian Restaurant an Bord sind die Burger von erheblich besserer Qualität!

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Das kulinarische Angebot setzt sich weiter fort. Es ist praktisch unmöglich, sich den ganzen Leckereien und Verlockungen zu entziehen. Ein typisch amerikanisches Jahrmarkt Karussell sorgt inklusive Jahrmarktmusik für die perfekte Illusion und zieht die Besucher in seinen Bann. Aber nicht nur das Karussell dreht sich. Schaut man sich auf dem Boardwalk um, dann dreht sich im wahrsten Sinne des Wortes alles um das pure Vergnügen der Reisegäste. Von der Royal Promenade auf  den Boardwalk umgezogen ist das Starbucks, welches nun an Stelle des bisherigen Pets at Sea Shops hier zu finden ist.

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Viel Schaum, wenig Inhalt

Hier im Starbucks ist die gleiche Angebotsvielfalt zu finden wie in den Filialen an Land. Dazu zählt der reguläre Kaffee, Caramel Macchiato, erfrischendes Frappuccino, Schokoladengetränke und diverse Gebäckvarianten. Leider wurde hier die Starbucks-Philosophie „Viel Schaum, wenig Inhalt“ übernommen und somit besteht ein „Large Cappuccino“ – genau wie in den Filialen an Land – zu gefühlten 70% aus Milchschaum und nicht aus der eigentlichen Kaffeespezialität. Das Café Promenade  auf der Royal Promenade bietet hier an Bord aus unserer Sicht ein deutlich besseres Preis-/ Leistungsverhältnis.

All diese Angebote sind natürlich wunderbar, ob man sie auf einer 7-tägigen Kreuzfahrt neben den Spezialitäten-Restaurants und Snack-Points auf dem Schiff aber nutzen kann, bleibt mal dahin gestellt. Zumindest dann nicht, wenn in den Häfen Landausflüge geplant sind oder man die Kalorien im Auge behält – die heimische Waage wird es einem danken. Ok, man kann natürlich regelmäßig das Fitness Center an Bord besuchen

Ideal wären permanente Transatlantik-Kreuzfahrten mit der Harmony of the Seas auf denen das Angebot an Bord voll ausgenutzt werden kann.

Neu auf dem Boardwalk ist im hinteren Bereich, direkt neben dem Johnny Rockets eine kleine Kletterwand für Kinder, Luckey Climber genannt.

Wir verlassen den Boardwalk in Richtung Schooner Bar auf der Royal Promenade

Die auf allen Royal Caribbean Kreuzfahrtschiffen bewährte und beliebte Schooner Bar darf auch im Zeitalter neumodischer Cyber-Bars an Bord nicht fehlen. In der sehr maritimen Schooner Bar haben wir schon auf den Ur-Schiffen der Royal Caribbean Flotte gesessen, zu Zeiten als solche Einrichtungen noch als große Innovationen gefeiert wurden. Heute darf es dann schon eher ein Autoscooter sein, um der anspruchsvollen Spaßgesellschaft ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Die Zeiten ändern sich. Allerdings hat Royal Caribbean es geschafft, der Bar ein zeitgemäßes, neues Gesicht zu verleihen, ohne dabei den maritimem Charakter aus den Augen zu verlieren. Es ist wirklich ein sehr guter Wandel gelungen, wenn auch deutlich an maritimen Dekorationsmerkmalen gespart wurde.

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Gegenüber der Schooner Bar liegt die große Focus – Photo Gallery. Entgegen selbiger Einrichtung auf der Allure of the Seas sind Papierausdrucke an den Wänden hier nun historische Geschichte. Die großen Fotowände und Drehregale sind komplett verschwunden. Alle Fotos können jetzt mittels Bordkarte an den Fototerminals abgerufen und bestellt werden.

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Zu guter Letzt füllt das Vitality at Sea Spa and Fitness Center den gesamten Bug auf Deck 6 aus. Der riesige Wellnesskomplex bietet einen Schönheitssalon, traditionelle Spa-Behandlungen, Aromatherapien, Massagen, Maniküre, Pediküre, Algenpackungen und ein umfangreiches Saunaerlebnis. Im neuen Vitality Café am Eingang werden frisch gepresste Säfte, Eiweiskost und jede Menge Obst angeboten.

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Deck 7

Dieses Deck ist überwiegend mit Kabinen belegt. Nicht neu aber beliebt sind Kletterwände, die wir hier an Bord der Harmony of the Seas am Heck von Deck 7 in doppelter Ausführung finden. Eine Rock Climbing Wall befindet sich auf der Backbord- die andere auf der Steuerbordseite. Die Höhe beträgt jeweils rund 13 Meter.

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Deck 8

Abgesehen von der Music & Dancing Lounge Dazzles geht es auf Deck 8 eher ruhig und beschaulich zu. Hier liegt der große Central Park mit einer Vielzahl an Shopping- und Speisemöglichkeiten, die natürlich aufpreispflichtig sind. In erster Linie sind im großen Central Park, dem dritten Park auf hoher See (nach der Oasis of the Seas und Allure of the Seas), mit 12.000 echten Bäumen und Pflanzen eine Vielzahl an Spezialitäten-Restaurants zu finden. Die Veränderungen im Bereich des Central Park gegenüber der Allure of the Seas sind eigentlich marginal und beschränken sich auf eine andere Belegung der Shops und einer leichten Anpassung der Wegführung sowie neuen Sitzmöglichkeiten, zum Beispiel vor der Trellis Bar. Warum soll man aber auch Bewährtes und Beliebtes bedeutend ändern? Der Central Park war bereits ein Refugium der Ruhe sowie abends ein beliebter Treffpunkt für einen besinnlichen Restaurantbesuch oder das Glas Champagner in Untermalung vom Gezwitscher munterer Vögel (natürlich vom Band). Das hat sich nicht geändert. Verschwunden ist das Portraitstudio (nun integriert in der Focus Photo Gallery), an deren Stelle jetzt ein Hublot Store zu finden ist.

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Das sicherlich exklusivste Restaurant auf der Harmony of the Seas dürfte, neben dem Costal Kitchen, das 150 Central Park Restaurant sein. Die Gäste speisen in einem äußerst eleganten und stilvollem Ambiente, sitzen in gemütlichen Loungestühlen und lauschen dabei klassischer Musik vom Band. Live Musik von einem klassischen Flügel würde die Wohlfühlatmosphäre sicher noch unterstreichen. Die auf der Allure of the Seas eingeführten, schweren Ohrensessel sind hier nun wieder fast komplett verschwunden, wir zählen nur noch  vier Stück.

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Weggefallen ist auf dem Central Park das wunderbare Steakhouse, der Chops Grille. An selbiger Stelle liegt nun das nicht minder attraktive, italienische Restaurant Jamie´s Italian des britischen Starkoch Jamie Oliver. Hier gibt es übrigens deutlich hochwertigere und schmackhaftere Burger als im Johnny Rockets auf dem Boardwalk.

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Mittig beider Restaurants pendelt übrigens die Rising Tide Bar zwischen diesem und zwei weiteren, darunter liegenden Decks auf uns ab.

Der Chops Grille ist das beliebte Steakhouse in dem neben erstklassigen Steaks vom Grill auf Wunsch auch Meeresfrüchte und sündhaft leckere Desserts serviert werden. Sowohl der Chops Grille als auch das 150 Central Park Gourmet-Restaurant sind ausschließlich zum Dinner geöffnet.

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Etwas schade ist aus unserer Sicht die Tatsache, dass von keinem der Restaurants entlang des Central Parks ein Meerblick möglich ist. Das Gefühl, sich auf einem Kreuzfahrtschiff zu befinden, geht somit verloren. Ob das nun positiv oder negativ ist, muss jeder Gast für sich selbst entscheiden.

Wir sind im New Yorker Central Park – oder doch auf der Harmony of the Seas?

Einzigartig und völlig surreal ist das Erlebnis bei Dunkelheit und Wind, ja, vielleicht noch bei einem Regenschauer, wenn der Wind durch die Blätter und Baumkronen pfeift, die Gäste mit dem Regenschirm am Restaurantfenster vorbei laufen und echte Vögel vom Wind angetrieben durch die Lüfte fliegen. Diese Szenerie haben wir in dieser Form zuletzt auf der Allure of the Seas erlebt, während unserer aktuellen Kurzreise auf der Harmony of the Seas ist das Wetter deutlich besser. Dennoch kommt uns dieses Erlebnis vom letzten Jahr nun wieder in Erinnerung. Im Bereich des Central Park werden vor jedem Restaurant und an den Eingängen zu den Deckbereichen jeweils kostenfreie Regenschirme angeboten. Damit wird sichergestellt, dass jeder Gast auch ohne Zwangsdusche von oben sein Restaurant erreicht bzw. dieses wieder verlassen kann. Schnell kommt schon mal die Frage auf, ob man sich noch auf einem Kreuzfahrtschiff oder vielleicht im echten Central Park in New York befindet. Dort gibt es allerdings keine solch wunderbaren Restaurants in unmittelbarer Nähe. Wie auch immer, Schluss der Träumerei. Wir gehen weiter.

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Das nicht aufpreispflichtige Park Café befindet sich unmittelbar gegenüber vom Chops Grille und hält eine umfangreiche Salatbar sowie Sandwiches, Crepes und Gebäck für den kleinen Hunger zwischendurch bereit. Das Park Café ist bis spät in die Nacht hinein und zu allen Mahlzeiten geöffnet.

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Bleibt zuletzt noch die Weinbar Vintages. Neben edlen Weinen aus vielen weltweiten Anbaugebieten bekommt der Gast ausgewählte Leckereinen und Käsesorten gereicht.

In Zusammenhang mit möglichem Wind im Bereich des Central Park ist noch eine kleine aber wirkungsvolle Veränderung zu nennen. Bisher sorgten unter bestimmten Bedingungen Windböen für mehr oder weniger große Verwirbelungen im Central Park, die mehr den Bäumen als den Gästen schadeten. Dieses Problem soll nun durch eine Art Windschott unterhalb der großen Glasfronten des Coastal Kitchen bzw. der Suite Lounge gelöst worden sein. Wir haben das mal aus einer identischen Perspektive im Vergleich zwischen der Allure of the Seas und der Harmony of the Seas dargestellt.

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Deck 9

Dieses Deck ist, bis auf die obere Etage der Music & Dancing Lounge Dazzles, ausschließlich mit Kabinen belegt.

Deck 10

Dieses Deck ist ausschließlich mit Kabinen belegt

Deck 11

Auch auf diesem Deck befinden sich in erster Linie die Passagierkabinen. Mit einer Ausnahme.

Wonderland Restaurant: „Folgen Sie dem weißen Kaninchen in eine fantastische Welt voller zauberhafter Genüsse. Traumhafte Arrangements, magische und surreale Kreationen wie Getrüffeltes Ei in der Schale, Flüssiger Hummer oder Arktische Equator Schokolade werden Sie in die Welt der Träume entführen.“ So beschreibt die Reederei das zauberhaft und verspielt eingerichtete Restaurant an Bord der Harmony of the Seas. Bisher war es exklusiv auf den Kreuzfahrtschiffen der Quantum-Klasse zu finden. Der Aufpreis für dieses einzigartige Restaurant liegt aktuell bei 45,- US-Dollar pro Person.

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Deck 12

Hier befindet sich die obere Etage und auch der Eingang vom Wonderland Restaurant. Ansonsten sind auf diesem Deck Passagierkabinen untergebracht.

Deck 14

Kinderparadies Adventure Ocean

Das auf diesem Deck, neben weiteren Passagierkabinen, befindliche Kartenspielzimmer ist weniger spannend. Wir richten unser Augenmerk auf dem wohl größten Kinderkomplex auf den Ozeanen – die mehr als 2.700 qm große Youth Zone, die sich über zwei Decks erstreckt. Auf Deck 14 ist der Adventure Ocean Kinderbereich zu finden, der sich an den Nachwuchs von 0-11 Jahren richtet.

Betritt man den Komplex vom Treppenhaus auf Deck 14 aus, so befindet man sich unmittelbar in der Kid´s Avenue. Die Veränderungen gegenüber der Allure of the Seas sind minimal, fallen aber dennoch auf. Der mittig gelegene Spielraum Play für alle Altersgruppen ist nun nicht mehr geschlossen sondern an einer Seite zu etwa einem Viertel offen. Das ermöglicht den Betreuern aus dem Nursery-Bereich stets einen Blick auf dieses Areal. Abgesehen davon werden natürlich ohnehin alle Bereiche von qualifizierten und bestens geschulten Mitarbeitern betreut. Dieser große Spielbereich trennt das Adventure Ocean mittig, beidseitig ist er auf einem Weg zu umrunden, von dem aus die verschiedenen Spielräume zu erreichen sind.

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Verschwunden ist der separate Raum mit den Videospielautomaten, die Kids Arcade. Aus unserer Sicht eine gute Entscheidung, denn Spiel- und Ballerautomaten passen nicht wirklich in dieses Kinderparadies.

Laufend wechselnde Workshops, Mal- und Bastelkurse finden im gegenüber liegenden Bereich, dem „The Puzzle Break“ Bereich statt. Das Angebot ist nicht nur an die Kinder sondern auch an die Eltern gerichtet.

Wir laufen im Uhrzeigersinn den Weg entlang, finden das Adventure Ocean Theater mit seinen 55 Sitzplätzen, welches ein eigenes Theater für die Kinder darstellt. Sowohl die roten Sessel als auch der große, rote Vorhang erinnern an ein großes Schiffstheater. Neben Karaoke- und Talent-Shows werden hier auch eigens produzierte Theaterstücke bzw. Musicals aufgeführt.

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Mit dem Adventure Science Lab wird den Kids & Teens ein waschechtes Labor geboten, in dem entsprechend Labortische, Schaukästen, Waschbecken und unterschiedliches Labormaterial zu entdecken ist. Mit diesem Labor wird das bestehende Angebot bei Royal Caribbean in Hinblick auf kindgerechte, wissenschaftliche Versuche noch ausgeweitet.

Alle Räume sind nach Altersklassen unterteilt und entsprechend ausgestattet. Im Voyagers spielen die Kinder von 9 bis 11 Jahren, im Explorers von 6 bis 8 Jahren und im Aquanauts von 3 bis 5 Jahren.

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Wie auf anderen Kreuzfahrtschiffen auch, gibt es bei Royal Caribbean einen eigenen Nursery Bereich, in dem die kleinsten Reisegäste zwischen 6 Monaten und 3 Jahren qualifiziert betreut werden. Die Royal Babies & Tots Nursery ist im Gegensatz zu den anderen Einrichtungen für die Kinder nicht kostenfrei. Die Kinder können dort tagsüber und abends abgegeben werden, pro Stunde werden 8,- US$ berechnet.

Auf Deck 14 befindet sich auf der Allure of the Seas einen phantastischer Außenbereich mit Sonnenliegen, der etwas versteckt gelegen und nur durch einen Kabinengang erreichbar ist. Der gesamte, obere Bereich der Kommandobrücke kann auf der Allure of the Seas als Ort der Ruhe und als ideale Rückzugsmöglichkeit vom Trubel auf den anderen Decks bezeichnet werden. Dieser Bereich wurde nun auf der Harmony of the Seas ins Solarium integriert und ist nur noch unmittelbar über den Brückennocks offen. Neben dem Zugang vom Kabinengang an der Backbordseite befindet sich ein weiterer direkt am Solarium, damit ist es kein Ort der Ruhe mehr. Beim Ein- und Auslaufen aus den Häfen tummelt sich dort jetzt stets eine Vielzahl von Menschen. Die tolle Aussicht ist aber zumindest geblieben. Auf der Backbordseite wurde ein kleines Gimmick eingeführt – die King of the World Plattform. Diese verfügt über einen Glasboden und reicht etwas über die eigentliche Aussichtsplattform hinaus. Wirklich spektakulär ist sie allerdings nicht, da haben die Mitbewerber AIDA oder Princess Cruises deutlich aufregendere Varianten zu bieten.

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Deck 15

Die Teenager haben an Bord der Allure of the Seas ihr eigenes Reich. Ihnen steht auf Deck 15 die Youth Zone zur Verfügung. In der Video Arcade stehen kostenpflichtige Spielautomaten bereit, welche regelrecht dazu verführen, hier sein Geld auszugeben.

Der Living Room ist ein Raum zum Chillen mit Bodenkissen, Sitzsäcken und diversen weiteren Annehmlichkeiten für Jugendliche.

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Die nur rückseitig zugängliche, mit alkoholfreier Bar ausgestattete, Fuel Teen Disco bietet neben lauter Musikbeschallung nette Rückzugsmöglichkeiten für die Jugendlichen. Diese war zum Zeitpunkt unseres Aufenthalts an Bord jedoch zunächst das Presse- und Mediencenter und im Anschluss an die Einführungsfahrt geschlossen.

Im Außenbereich The Back Deck befinden sich Tischtennisplatten in völlig verglasten Bereichen. Das sichert zwar das abdriften des Balles, sorgt bei uns allerdings für ein leicht „eingesperrtes“ Glashausgefühl. Jugendliche dürfte diese Tatsache jedoch weniger stören.

Wie wird eigentlich sichergestellt, dass Kinder an Bord nicht abhanden kommen oder im Notfall die Musterstation finden?

Bereits im Hafenterminal bekommen die Kinder ein während der gesamten Reise zu tragendes Armband, auf dem die jeweilige Musterstation vermerkt ist. Im unwahrscheinlichen Fall eines Notfalls, bringen Betreuer die Kinder zu den jeweiligen Stationen und treffen dort auf ihre Eltern. So zumindest die Theorie. Wie sich das in einem hoffentlich nie eintretenden Notfall wirklich umsetzen lassen würde, wenn mehrere 100 Kinder an Bord sind, bleibt fraglich.

Für Kinder, die im Adventure Ocean abgegeben werden, stehen zusätzlich mit einem Sender versehende Armbänder zur Verfügung, die auf freiwilliger Basis auch außerhalb dieser Zone getragen werden können. Um diesen Service nutzen zu können, müssen Eltern aber das so genannte Royal Connect Phone, auch WOW-Phone genannt, mieten. Mit diesem nur an Bord funktionierenden Smartphone können Eltern nun ihre Kinder, die ein entsprechendes Armband tragen, auf dem Schiff lokalisieren. Zusätzlich ist die Kommunikation mit anderen  Inhabern dieses Royal Connect Phones möglich. Ein Kontakt „zur Außenwelt“ an Land kann nicht hergestellt werden, dafür zeigt es aber das aktuelle Tagesprogramm an.

Im hinteren Treppenhausbereich von Deck 15 befindet sich ein riesiges Schiffmodell der Harmony of the Seas. Auf der Allure of the Seas wurde der Bereich den ersten Kreuzfahrtschiffen der Reederei, mit Baujahr in den 1970er Jahren, gewidmet, von denen dort Schiffsmodelle und Bilder ausgestellt sind.

Foto: Oceanliner Pictures

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Der Harmony Dunes 9-Loch-Minigolfplatz beeindruckt durch seine Größe und die Gestaltung, erfüllt seinen Zweck aber letztendlich auch nicht besser als die kleineren Minigolfplätze auf anderen Kreuzfahrtschiffen.

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Der Sports Court ist ein, wie auf anderen Kreuzfahrtschiffen auch, eingezäunter Basketball- und Tennisplatz, welcher auch für andere Ballspiele genutzt werden kann.

An Stelle des Wipe Out Café hinter dem Sportplatz liegt nun das Mini Bites Café oder Restaurant, in dem prinzipiell selbige Snacks angeboten werden wir zuvor im Wipe Out Café. Das Mini Bites dient in erster Linie dem kleinen Hunger zwischendurch und wird auch zum Frühstück ganz gut besucht. Alle Snacks im Mini Bites sind im Reisepreis enthalten.

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Die von der Allure of the Seas bekannte, groß angelegte H2O Zone heißt hier auf der Harmony of the Seas nun Splashaway Bay und richtet sich in erster Linie an Kinder und Jugendliche. Aber auch den einen oder anderen Erwachsenen haben wir dort gesichtet. Große, bunte Figuren sowie Wasserkanonen und andere Spielelemente laden quasi jede Altersklasse dazu ein, sich hier zu vergnügen. Eine Besonderheit innerhalb der Splashaway Bay ist ein riesiger Eimer, der sich langsam mit Wasser füllt und dieses dann in einer bombastischen Kaskade über einen Großteil der Splashaway Bay ergießt. Insgesamt ist die Splashaway Bay aus unserer Sicht noch einmal deutlich attraktiver gestaltet als das vergleichbare Pendant auf der Allure of the Seas.

Foto: Oceanliner Pictures

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Kunststofffolie statt Plastik und noch viel größer

Ein echtes Highlight auf der Harmony of the Seas ist das den Erwachsenen vorbehaltene und in seiner Größe nochmals gewachsene Solarium, hoch oben im Bugbereich auf Deck 14, 15 und 16. Für das leibliche Wohl der Kreuzfahrtgäste sorgen das attraktiv gestaltete Solarium Bistro auf Deck 15 bzw. die Solarium Bar auf Deck 16. Die Treppenauf- und Abgänge sind im Solarium nun nicht mehr seitlich sondern zentral in der Mitte angeordnet. Dadurch ist der gesamte Bereich nun deutlich besser zugänglich als zuvor. Insgesamt wirkt auch das Solarium deutlich größer und luftiger als auf den ersten beiden Schiffen dieser Klasse. Schön ist der in Teilbereichen wieder eingesetzte Bodenbelag in Steinoptik, den man auf der Allure of the Seas nach der letzten Renovierung leider fast vollständig durch Kunststoff in Holzoptik ausgetauscht hat. Neu ist die Deckenkonstruktion im Solarium.

Sind bisher alle Elements aus Glas gewesen und haben einen Großteil des Solariums überspannt, so ist die Entscheidung nun auf die Verwendung von Kunststoffgewebe und Kunststofffolie gefallen. Das Kunststoffgewebe hält einen Teil der Sonnenstrahlen zurück und die Kunststofffolie spart wohl in erster Linie Gewicht, denn optisch ist sie gewiss kein Highlight. Die Folie reduziert die Lichteinstrahlung und lässt den blauen Himmel milchig weiß erscheinen, das ist nicht schön. Dieser optische Nachteil wird durch vergrößerte Abstände zwischen den einzelnen Elementen allerdings wieder ausgeglichen.

Foto: Oceanliner Pictures

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Dieser optische Vorteil wird bei Regen schnell zu einem Nachteil, denn die größeren Abstände halten bei einem Regenschauer entsprechend weniger Wasser zurück und auch das Kunststoffgewebe weist Luftlöcher auf, durch die das Wasser dringt. An regnerischen Tagen dürfte das Solarium nun deutlich an Attraktivität verloren haben.

Durch die Integrierung des vorderen Bereichs auf Deck 14 in das Solarium konnte ein weiterer Whirlpool installiert werden und die Zahl der Sonnenliegen hat sich im Vergleich zum vorherigen, offenen Deck auf der Allure of the Seas deutlich erhöht.

Weiterhin grandios sind die auf der Back- und Steuerbordseite, über die Bordwand hinausragenden, Whirlpools. Obwohl es sie bereits seit Einführung der Freedom-Klasse gibt, sind sie immer noch ein echtes Highlight.

Foto: Oceanliner Pictures

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Geht man nun in Richtung Heck der Harmony of the Seas, dann liegen nicht etwa in der Mitte des Schiffes die Pools und Wasserlandschaften, wie man es von anderen Kreuzfahrtschiffen kennt. In der Mitte der Harmony of the Seas ist ein riesiger Innenhofbereich, der den Blick auf den auf Deck 8 liegenden Central Park freigibt. Sehr beeindruckend.

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Zwei große Hauptpools befinden sich getrennt voneinander auf der Backbord- bzw. Steuerbordseite. Beide Pools sind groß genug um darin auch zu schwimmen, was lobenswert ist, bei einem Schiff dieser Größe aber auch Standard sein sollte. Auf der Seite des Main Pools (Backbord) befinden sich zusätzlich zwei überdachte Whirlpools.

Dafür, dass kein Kreuzfahrtgast trockene Kehlen bekommt, sorgen zwei Bars, die Pool Bar und die Sand Bar, die mittels einer Brücke verbunden sind.

Neben dem Main Pool und Beach Pool sowie den zwei überdachten Whirlpools auf der Backbordseite am Main Pool steht sportlich ambitionierten Gästen noch der Sports Pool mit einem weiteren, unüberdachten Whirlpool zur Verfügung.

Die Freiflächen für Liegestühle und Sonnenliegen sind insgesamt sehr üppig bemessen, so dass auch hier grundsätzlich nicht das Gefühl von Enge aufkommen kann.

Die tribünenartigen Liegeflächen am Main Pool sind verschwunden, der Bereich ist nun offen und wirkt nicht mehr so verbaut.

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Die wohl auffälligste Neuerung im Poolereich sind die großen Wasserrutschen Typhoon, Cyclone und Supercell, die zusammen den Perfect Storm ergeben.

Deck 16

Es bietet sich an, am Heck von Deck 15 auf das darüber liegende Deck 16 zu laufen. Sowohl an der Backbord- als auch an der Steuerbordseite finden wir die beiden Flowrider Surfsimulatoren, mittig angeordnet die Wipe Out Bar und auch die 25 Meter lange Zip Line, die über den auf Deck 9 liegenden Boardwalk hinweg hinunter nach Deck 15 führt. Sowohl die Nutzung der Flowriders als auch der Zip Line bedarf gesonderter Gesundheits- und Verhaltensrichtlinien, über die man direkt vor Ort informiert wird.

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Größte Neuerung und zugleich DAS Highlight auf der Harmony of the Seas ist die große Doppelrutsche The Ultimate Abyss! Die 47m über dem Meeresspiegel, hier auf Deck 16, startende Doppelrutsche ist die längste Rutsche auf See und wurde gebaut um den Gästen ein ganz besonderes Erlebnis bzw. einen bisher unerreichten Nervenkitzel auf See zu bieten. Das Ende der Rutsche befindet sich 30m tiefer auf dem Bordwalk. Beide Edelstahl-Röhren, auf denen man sogar gegeneinander antreten kann, sind jeweils 66m lang und haben einen Durchmesser von 80 Zentimetern. Der Rutscher durchrutscht die Röhren auf einer speziell angefertigten Matte mit einer Geschwindigkeit von etwa vier Metern pro Sekunde in die Tiefe. Um den Nervenkitzel noch zu erhöhen, werden in beiden Rutschen Audio-Effekte eingespielt. Der Eingangsbereich der Rutschen ist in Form eines riesigen Fischmauls mit spitzen Zähnen gestaltet.

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Das auch von anderen Royal Caribbean Kreuzfahrtschiffen bekannte Windjammer Marketplace erstreckt sich über die gesamte Schiffsbreite auf Deck 16 und bietet neben einer wunderbaren Aussicht das übliche Buffetangebot. Die Auswahl ist recht üppig, die Speisen werden ansprechend präsentiert. Zwar sind die Qualitätsunterschiede zu den Spezialitäten-Restaurants deutlich erkennbar aber das ist natürlich durchaus gewollt.

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Wir laufen weiter auf Deck 16 vom Heck zum Bug der Harmony of the Seas, vorbei an der Mast Bar und entdecken eine weitere Veränderung. Die Sky Bar auf der gegenüberliegenden Seite gibt es nicht mehr. Hier ist nun Platz für weitere Sonnenliegen entstanden. Besonders deutlich wird diese Veränderung auf dem nachfolgenden Foto sichtbar.

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Aufgrund der deutlichen Trennung der vier Poolbereiche entsteht selbst an sonnigen und warmen Seetagen nicht das Gefühl von übermäßiger Überfüllung und großer Enge. Die einzelnen Poolbereiche sind nämlich kaum größer als auf mittelgroßen Kreuzfahrtschiffen üblich. Nur, dass auf der Harmony of the Seas eben vier solcher Bereiche existieren, die man jedoch nicht in Kombination wahrnimmt. Die oftmals in den Raum gestellte Behauptung, es sei ständig überfüllt am Pooldeck, ist daher widerlegt.

Von Deck 16 aus bietet sich nicht nur ein toller Blick über den gesamten Bereich des Solariums sondern auch diverse Möglichkeiten eine Sonnenliege bzw. einen Liegestuhl mit Seeblick zu ergattern. Die Solarium Bar lädt zwischendurch zum entspannten Rückzug auf einen leckeren Cocktail oder den kleinen Snack zwischendurch ein.

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Deck 17

Unser Rundgang ist nun beinahe komplett. Zuvor schauen wir uns aber noch jenen Ort an, an dem sich bisher die von allen Royal Caribbean Schiffen bekannte Viking Crown Lounge befand. Diese traditionelle, hoch über dem Meer gelegene und allen Passagieren zugängliche Lounge wurde nun zum Exklusivbereich für die Gäste ab der Kategorie „Grand Suite“ sowie für Pinnacle Club Mitglieder der Crown & Anchor Society.

Dort wo bisher die Viking Crown Lounge war, befindet sich nun auf der Backbordseite das exklusive Spezialitätenrestaurant Coastal Kitchen. Das Coastal Kitchen bietet ausschließlich den genannten Suiten-Gästen und Club-Mitgliedern eine abwechslungsreiche und leichte Küche Kaliforniens.

Foto: Oceanliner Pictures

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Auf der Steuerbordseite, dem Spezialitätenrestaurant Coastal Kitchen gegenüber, genießen die erlesenen Gäste eine phantastische und einzigartige Aussicht von der Suite Lounge aus durch die Panoramascheiben hindurch auf das Pooldeck und den Ozean.

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Dieser bisher vielleicht schönste Bereich auf älteren Royal Caribbean Kreuzfahrtschiffen ist, wie schon auf der Allure of the Seas, nun nicht mehr öffentlich und ausschließlich jenen Reisegästen vorbehalten, welche den höchsten Reisepreis bezahlen, was sehr schade ist. Wir haben auf anderen Schiffen der Royal Caribbean Flotte sehr viele Stunden in der Viking Crown Lounge verbracht und verbinden sehr viele Erinnerungen daran. Eine vergleichbare Alternative gibt es an Bord nicht. Offenbar geht die Ära einer Lounge zu Ende, welche über Jahrzehnte das Alleinstellungs- und Erkennungsmerkmal am Schornstein aller Royal Caribbean Kreuzfahrtschiffe gewesen ist. Die Zeiten ändern sich eben.

Natürlich ist das für Neukunden und all diejenigen, die diese Reederei nicht seit Beginn an kennen schwer nachvollziehbar, aber die Stammkundschaft zeigt sich im Allgemeinen nicht sehr begeistert über diese Neuausrichtung der Schiffe.

Ebenso versperrt bleibt dem „normalen“ Kreuzfahrtgast der gesamte vordere Bereich von Deck 17. Hier liegt das so genannte Suite Sundeck samt eigener Bar und Lounge Bereich. Man muss nun aber sagen, dass dieser Bereich im Vergleich zu jenen Exklusivbereichen mancher Mitbewerber deutlich kleiner ausfällt und es durchaus noch andere, attraktive Deckflächen auf der Harmony of the Seas gibt.

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Deck 18

Auf Deck 18 liegt ausschließlich der Eingangsbereich zu den Wasserrutschen The Perfect Storm, welcher über eine Wendeltreppe von Deck 15 aus zugänglich ist.

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Grundverpflegung in Kantinenatmosphäre

Unser Fazit: Die Harmony of the Seas ist ideal für alle Gäste, die im Urlaub Wert auf ein vielfältiges Freizeitangebot sowie ein überdurchschnittliches Angebot an kulinarischen Auswahlmöglichkeiten legen. In einem durchaus kritischen Beitrag auf einem bekannten Fernsehkanal sprach man vor wenigen Tagen von einer angebotenen Grundverpflegung, die eher in Kantinenatmosphäre gereicht wird. Nun, ganz so scharf urteilen wir nicht, wenngleich die echten kulinarischen Höhepunkte an Bord kostenpflichtig sind und es im Windjammer Buffetrestaurant in der Tat schon mal turbulent zugehen kann. Irritierend ist derzeit außerdem die Tatsache, in den drei Hauptrestaurants (American Icon, Grande, Silk) Speisen von identischen Speisekarten angeboten werden. Das Konzept war seinerzeit bei Einführung der Quantum of the Seas anders geplant, wurde dann aber bis auf weiteres wieder verworfen. Nun tragen die Restaurants weiterhin unterschiedliche Namen, suggerieren dem unerfahrenen Kreuzfahrtgast verschiedene, kulinarische Schwerpunkte, enttäuschen dann aber in gewisser Weise durch eine identische Speisekarte. Man darf gespannt sein, ob und wann die nächsten Änderungen von der Reederei vorgenommen werden.

Mehr geht nicht

Die Harmony of the Seas bietet in allen Bereichen aktuell das größte Angebot auf See! Definitiv widerlegen lässt sich die oftmals verbreitete Meinung, dass an Bord permanent ein großes Gedrängel herrscht und man von Menschenmassen überrannt wird. Die meist mehr als 5.000 Passagiere verlaufen sich auf dem Schiff in der Regel problemlos. Auch die Einschiffung wurde inzwischen so optimiert und beschleunigt, dass der Reisegast in den meisten Fällen keine 15 Minuten mehr vom Betreten des Terminalgebäudes bis in seine Kabine benötigt.

Die Harmony of the Seas ist so groß, das Angebot so vielfältig, dass auch Ruhe suchende Kreuzfahrtgäste auf ihre Kosten kommen. Es stehen diverse unterschiedliche Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung. Mit einem „echten“ Kreuzfahrtschiff, bei dem interessante und ausgefallene Häfen angelaufen werden, Lektorenvorträge gehalten und Landausflüge in kleinen Gruppen im Vordergrund stehen, hat die Harmony of the Seas allerdings gar nichts mehr gemeinsam. Im Prinzip benötigt man keine Anlaufhäfen mehr, denn sonst ist während einer 7-tägigen Kreuzfahrt das gigantische Angebot an Bord gar nicht nutzbar.

Die Harmony of the Seas ist ein perfektes Ferienresort, was keineswegs eine Kritik unsererseits darstellt. Der große Erfolg der Schwesterschiffe belegt die Tatsache, dass es für diese Megaliner ein großes Zielpublikum an „Neukreuzfahrern“ gibt, welche sich auf diesen Meeresgiganten wohlfühlt.

Foto: Oceanliner Pictures

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Ein noch umweltfreundlicheres Schiff!

Auch in Sachen Umweltschutz hat sich etwas getan, denn die Harmony of the Seas ist nicht nur mit Scrubbern ausgerüstet, welche den Schwefelgehalt der Abgase drastisch senken sondern darüber hinaus auch rund 20% effizienter als die beiden jüngeren Einheiten, so verkündet es die Reederei.

Schneller geht nicht

VOOM – das schnellste Internet auf See! Dank neuer Satellitentechnik ist das Internet nun mindestens so schnell wie die bekannten Breitband-Verbindungen an Land. Diese Technik ist zwar nicht neu auf der Harmony of the Seas, sondern wurde auf der Quantum-Class bereits eingeführt, begeistert aber immer noch wie am ersten Tag durch eine atemberaubend schnelle Datenübertragung. Die Zeiten, in denen man stundenlang seine Mails abrufen oder Urlaubserlebnisse in elend langsamer Zeitverzögerung den Lieben daheim mitteilen konnte, sind vorbei.  Hier geht wirklich die Post ab, das ist kein leeres Werbeversprechen! Die Tarife für das schnelle Internet richten sich nach dem gebuchten Paket und beinhalten unterschiedliche Datenvolumen. Die Preise für die so genannten „Voom-Flatrates“ beginnen bei 12,99 Dollar für ein Gerät pro Tag und reichen bis zu 17,99 Dollar pro Gerät und Tag. Meldet man mehr Geräte an oder bucht bereits vor der Kreuzfahrt, so gibt es gestaffelte Rabatte.

  • komplette Bildergalerie zur Harmony of the Seas << Link >>

 

(Gastautor: Oliver Asmussen von kreuzfahrten-mehr)

https://www.schiffsjournal.de/royal-caribbean-international-angebote/