Reisebericht Teil 4: Mekong Flusskreuzfahrt mit Saigon, Angkor Wat und Bangkok

 Von Siem Reap nach Bangkok mit Mae Klong Markt und Baiyoke Sky Hotel

Tag 16: 19. April 2017

Nun ist es soweit und wir verlassen das wunderschöne Land Kambodscha. Kurz nach dem Frühstück bringt uns der Transferbus vom Regency Angkor Hotel zum nahe gelegenen Flughafen Siem Reap International Airport, der zwar flächenmäßig nicht besonders groß ist aber über ein modernes Terminal aus dem Jahr 2006 verfügt. Auf dem Flughafen von Siem Reap werden mehr Passagiere abgefertigt als auf dem Hauptstadtairport in Phnom Penh, was sich durch die bedeutenden Sehenswürdigkeiten bzw. die großen Tempelanlagen in Angkor erklären lässt.

Flug von Siem Reap nach Bangkok

Der Flug von Siem Reap nach Bangkok ist relativ kurz, dauert regulär nur rund eine Stunde. Geflogen wird heute mit einer ATR 72 der Bangkok Air, einer renommierten, thailändischen Fluggesellschaft mit Basis auf dem Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi. Da eine große Gewitterzelle umflogen wird, landen wir mit etwas Verspätung, dafür aber sicher, auf dem Bangkok Suvarnabhumi International Airport.

Schlagartig ist es vorbei mit der Idylle und Beschaulichkeit. Touristenmassen strömen durch die Flughafengebäude und eine gewisse Hektik ist zu spüren. Wir sind zurück in der modernen Welt.

Foto: Oceanliner Pictures

Übernachten werden wir im Century Park Hotel in zentraler Lage von Bangkok City. Das Hotel verfügt über eine riesige, ansprechende Lobby, 380 komfortabel ausgestattete Zimmer auf 24 Etagen. Es entspricht dem 4-Sterne-Standard und bietet einen ansprechenden Pool auf der 8. Etage mit echten Palmen und Wasserfall. Besonders positiv fällt das Angebot im Restaurant ins Auge, denn die Auswahl und Qualität der angebotenen Speisen (Buffet) ist klasse.

Bangkok – die Stadt der 400 Tempel

Den heutigen Nachmittag gestalten wir ohne spezielles Programm mit einem Rundgang entlang der Straßen in der näheren Umgebung des Hotels. Unser erster Eindruck: Die Stadt ist laut, hektisch, völlig überfüllt und in der Luft hängen Unmengen Autoabgase.

Bangkok wird als die pulsierende Metropole Thailands beschrieben und soll durch ihren ganz besonderen Charme mit einer faszinierenden Mischung aus traditioneller Kultur und Moderne bestechen. Das wollen wir an dieser Stelle weder bestätigen noch widerlegen. Lassen wir uns überraschen, was uns morgen erwarten wird.

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Tag 17: 20. April 2017

Die meistbesuchte Stadt der Welt

Bangkok wurde 1782 vom ersten Monarchen der gegenwärtigen Chakri Dynastie gegründet und ist heute der kulturelle, diplomatische, wirtschaftliche und geistige Mittelpunkt des Landes. Die Stadt erstreckt sich über 1.500km², auf denen rund 10 Millionen Menschen leben, was etwa 15% der Gesamtbevölkerung Thailands entspricht. Jährlich besuchen etwa 18 Millionen ausländische Touristen die Stadt, was ihr regelmäßig Platz 1 oder 2 in der Liste der meistbesuchten Städte der Welt einbringt! Immer wieder hat Bangkok in den letzten Jahren London die Krone in dieser Rangliste abgejagt.

Auch im Jahr 2016 belegte Bangkok Platz 1 mit 21 Millionen ausländischen Touristen, noch vor London, Paris, Dubai und New York. Dieser Spitzenplatz dürfte Bangkok im Jahr 2017 weiterhin sicher sein, denn im Oktober 2016 verstarb der bis dahin am längsten amtierende Monarch der Welt, König Bhumibol Adulyadej im Alter von 88 Jahren in einem Krankenhaus in Bangkok. Es wurde ein Jahr Staatstrauer angeordnet. Dieser Umstand zieht noch einmal mehr Touristen zu den berühmten Tempelanlagen und in den Königspalast von Bangkok, welcher auch bei uns heute Morgen auf dem Programm steht.

Besuch im Königspalast von Bangkok

Der Königspalast von Bangkok ist, wie viele Tempelanlagen, ein ganzer Komplex unterschiedlicher Gebäude, welche alle zusammen von einer großen Mauer umgeben werden. Der Königspalast beherbergt nicht nur das eigentliche Palastgebäude sondern auch Regierungsgebäude und den berühmten Tempel des Smaragdbuddhas. Das Gelände des Grand Palace – unter diesem Namen ist der Königspalast ebenfalls bekannt – hat eine Größe von 218.000m² und ist insgesamt von 4 Mauern umgeben, die insgesamt 1.900 m lang sind. Der Palast wurde 1782 nach der Thronbesteigung König Rama I erbaut. Besonders sehenswert sind die Nebengebäude, Obere Terrasse, die Galerien, das Königliche Kloster mit dem Tempel des Smaragdbuddhas, die Chakri-Gruppe, die Dusit-Gruppe, das Borom Phiman-Gebäude und die Phra Maha Montien-Gruppe. Soweit die Fakten.

Davon gesehen haben wir die äußeren Fassaden vom königlichen Kloster mit dem Tempel des Smaragdbuddhas, die Obere Terrasse und einige Nebengebäude. An eine Besichtigung der Innenräume war überhaupt nicht zu denken. Die Menschenmassen sind kaum vorstellbar und im Grunde eine Zumutung.

Foto: Oceanliner Pictures

Zwischen Selfie-Sticks, Menschenmassen und Schweißgeruch

Die Warteschlangen vor dem Haupteingang des Palastes sind bereits lange vor der Öffnungszeit mehrere hundert Meter lang. Es dauert insgesamt 1,5 Stunden bis sich unsere Gruppe durch die massiven Sicherheitsschleusen bis auf das Palastgelände geschoben hat. Für den heutigen Tag rechnet man wohl mit 20.000 Besuchern im Palast – an einem Tag! Nachdem wir das Gelände endlich erreicht haben, schieben wir uns mit gefühlten 5.000 Chinesen entlang der abgesperrten Wege über das Gelände. Nach 20 Minuten Schieberei haben wir genug und lösen uns von den Menschenmassen, in dem wir „unbedeutende Nebenwege“ nutzen. Hier ist zumindest von der Rückseite einiger Gebäude ein Eindruck zu erhaschen. Es ist einleuchtend, dass an solchen Orten viele Touristen anzutreffen sind aber solche Horden von Menschen sind uns bisher nirgendwo begegnet. Ein solcher Besuch macht weder Freude noch ist er informativ, denn von den Erklärungen der Reiseführerin ist bei all dem Geplärr und Geschrei der Touristen nichts zu vernehmen. Und hat man nicht das Geplärr im Ohr, dann den nächsten Selfie-Stick eines obendrein hysterisch kreischenden Teenies. Ist es wohl Absicht der Selfie-Stick-Besitzer, die um sich stehenden Personen mit den Stangen zu verprügeln, um sich so etwas mehr Platz zu verschaffen, oder ist der Egoismus wirklich so ausgeprägt? Wenn man die Selfie-Stick-Attacken und das Gedrängel überstanden hat, dann ist es ratsam nicht tief Luft zu holen, um den stechenden Schweiß-Sonnenöl-Duft nicht in die Lungen zu pumpen.

Foto: Oceanliner Pictures

Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass die Tempelanlage an sich durchaus sehr sehenswert ist, nicht aber zusammen mit mehreren Tausend weiteren Touristen.

Unser nächster Stopp liegt nur 10 Gehminuten vom Königspalast entfernt, der Wat Pho Tempel.

Der Wat Pho Tempel wurde im Jahr 1688 erbaut und beherbergt einen mit Gold überzogenen, ruhenden Buddha. Der Wat Pho Tempel zählt zu den bekanntesten und auch bedeutendsten Tempeln in Thailand. Der ruhende bzw. liegende Buddha ist 46m lang und 15m hoch, seine Augen und Füße sind mit Perlmutt überzogen. Auch wenn die Abmessungen beeindruckend sind, ist die Buddhafigur nur die drittgrößte des Landes. Nicht nur der liegende Buddha ist sehenswert, auch die um das Tempelgebäude herum stehenden Gebäude sind unbedingt einen Abstecher wert. Auf dem Gelände befindet sich die größte Sammlung von Buddha-Statuen des Landes. Wat Pho war das erste Zentrum für öffentliche Bildung und beherbergt heute noch eine Schule für thailändische Medizin. Der Tempel gilt als die Wiege der traditionellen Thai-Massage.

Foto: Oceanliner Pictures

Chedis und Stupas

Der Phra Ubosot ist die Haupthalle des Wat Pho und das heiligste Gebäude des Tempelkomplexes. Das Gebäude wurde leicht erhöht auf einem Podest errichtet und ist von einem doppelten Kreuzgang sowie kleineren Kapellen umschlossen.

Außerhalb rund um den Kreuzgang stehen unzählige Chedis. Die 71 kleinsten Chedis sind 5m hoch und enthalten Asche ehemaliger Mitglieder der königlichen Familie, berichtet unsere Reiseleiterin. An jeder Ecke des Kreuzganges stehen vier Gruppen mit jeweils fünf größeren Chedis, welche Reliquien von Buddha enthalten sollen. Die größten Chedis stehen westlich  des Haupttempels und sind aufgrund ihrer Höhe von 42m schon von weither sichtbar. Wie unsere Reiseleiterin weiter erklärt, sind Chedis die thailändische Variante der Stupas in Kambodscha und hier ebenfalls Teil einer buddhistischen Tempelanlage.

Foto: Oceanliner Pictures

Fahrt auf dem Chao Phraya River

Nach dem Mittagessen in einem stilvollen und guten Hotelrestaurant am Chao Phraya River wartet direkt vor dem Restaurant ein kleines Schnellboot auf unsere Reisegruppe. Mit diesem düsen wir nun die nächsten 30 Minuten entlang des Chao Phraya Rivers und durch einige seiner Nebenkanäle.

Nächster Halt Wat Arun – Tempel der Morgenröte

Der Tempel der Morgenröte, Wat Arun, liegt am Westufer des Chao Phraya-Flusses. Der 70m hohe Hauptturm ist unglaublich schön mit Stücken aus farbigem Glas und Porzellan verziert. Aufgrund seiner Architektur und der detailreichen Verzierungen wird er oft als einer der schönsten Tempel von Thailand bezeichnet. Steile Treppen führen über mehrere Etagen hinauf auf den Hauptturm. Von der obersten Ebene bietet sich eine tolle Aussicht auf den Königspalast, den Wat Pho sowie den Chao Phraya River.

Foto: Oceanliner Pictures

Auf dem Tempelgelände stehen mehrere Statuen, Pavillons und andere Gebäude. Aufgrund dringend notwendiger Restaurierungsarbeiten ist der Hauptturm zum Zeitpunkt unseres Besuchs leider von einem Gerüst umgeben. Wir haben aber Glück und können wenigstens einen Teil der Anlage begehen und in restauriertem Zustand bestaunen.

Die Schönheit steckt im Detail

Sowohl der Hauptturm als auch andere Nebengebäude sind mit Mosaiken aus chinesischem Porzellan und Muscheln verziert, insgesamt sollen es mehr als eine Million Teile sein. Besonders hübsch sind die zu Blumen geformten Verzierungen.

Foto: Oceanliner Pictures

Unsere Bootsfahrt auf dem Chao Phraya River endet am modernen River City Shopping Complex im südlichen Teil von Bangkok. Der Komplex hat im Jahr 1984 eröffnet, wurde in der Zwischenzeit aber mehrfach modernisiert, erweitert und umgestaltet. Heute beherbergt er, wie der Name schon verrät, eine Vielzahl an Geschäften und Einkaufsmöglichkeiten sowie im Außenbereich gemütliche Restaurants und Cafés.

Foto: Oceanliner Pictures

Nach der erholsamen Flussfahrt kämpfen wir uns mit dem Reisebus durch den Feierabendverkehr von Bangkok zurück zum Century Park Hotel. Dort endet unser erlebnisreicher Ausflug des heutigen Tages.

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Tag 18: 21. April 2017

Besuch auf dem gefährlichsten Markt der Welt

Für den letzten vollständigen Tag in Bangkok haben wir uns ein besonderes Ziel ausgesucht, von dem man immer wieder die abenteuerlichsten Geschichten in den Medien hört. Wir wollen heute den wohl gefährlichsten Markt der Welt besuchen. Das ist der Mae Klong Railway Market in der Provinz Samut Songhkram. Die winzige Provinz ist mit der Bahn oder aber mit dem Auto zu erreichen. Von Bangkok aus dauert es, je nach Verkehrslage, etwa eine Stunde mit dem PKW um nach Mae Klong zu kommen. Der Ort selbst hat eigentlich überhaupt nichts zu bieten. Die Provinz am Golf von Thailand ist bekannt für Obstplantagen, Salzfelder und Hummerfarmen, welche von dort aus verkauft werden. Den Mae Klong Markt gibt es seit über 100 Jahren und seither hat er sich auch nicht verändert. Wir stürzen uns direkt in das Getümmel zwischen Garküchen, Obstverkäufern, Fischhändlern und Einheimischen. Eigentlich ein ganz normaler, typischer Markt, wären da nicht die Gleise inmitten der Verkaufsstände unter großen Plastikmarkisen.

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Die Waren stehen zum Teil direkt auf den stählernen Gleisen, nichts weist zunächst darauf hin, dass diese Gleise noch genutzt werden. Schaut man auf Details, so sind kleine Metallbleche zu erkennen, auf denen die Verkaufsstände an den Bahnschienen stehen. Die Markisen sind am klapprigen Stahlgerippe der Markthalle befestigt, können offensichtlich eingeklappt werden. Unser Reiseleiter spricht mit einem Marktverkäufer und informiert uns schließlich darüber, dass in 5 Minuten ein Zug hier durchfahren wird. Nebenan verkauft eine Frau fleißig ihren Fisch und gegenüber wird offensichtlich noch darüber verhandelt, was denn nun das Obst kosten soll. Nichts deutet auf die Durchfahrt eines Zuges hin. Das ganz normale Marktleben endet in jener Sekunde, als aus der Ferne ein schriller Pfeifton zu hören ist.

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Völlig verrückt ist das!

Innerhalb weniger Minuten sind sämtliche Verkaufsstände verschoben und Markisen zurückgeklappt, weshalb der Markt auch als „Schirme-zurück-Markt“ bekannt ist. Dann taucht plötzlich ein Zug in der schmalen Gasse zwischen den Verkaufsständen auf. Fast beängstigend ist es, denn wir stehen immer noch auf den Schienen und wissen zunächst gar nicht, wo nun ein sicherer Standort für uns ist. Zwischen der Bahn und den Ständen ist vielleicht noch Platz für eine dünne Zeitung, nicht aber für Menschen. Völlig verrückt ist das! In Europa wäre es absolut undenkbar, dass ein Zug quer durch einen Markt fährt und es eigentlich überhaupt keine Sicherheitsmaßnahmen gibt. Passiert ist offenbar aber noch nie etwas. Das mag daran liegen, dass der Zug nur im Schritttempo fährt und zusätzlich sorgen die netten Einheimischen dafür, dass kein orientierungsloser Tourist auf den Schienen zurückbleibt. Ein System, welches seit Jahrzehnten funktioniert. Dann rumpelt der Zug direkt vor der Nase vorbei über die ausgelegten Waren. So nah sind wir einem fahrenden Zug noch nie gewesen. Wir können ihn berühren!

Foto: Oceanliner Pictures

Ja, die Fahrt hat sich definitiv gelohnt! Das muss man einmal erlebt haben und ist ein interessantes Alternativprogramm zu den typischen Sehenswürdigkeiten in Bangkok. Und wer weiß, wie lange diese Attraktion noch existieren wird. Einen Vertrag zwischen Marktbetreiber, Verkäufern und der Bahngesellschaft gibt es jedenfalls nicht. Auch aus politischer Sicht duldet man diese Regelung auf dem Mae Klong Markt nur, offiziell genehmigt ist nichts.

Die Schwimmenden Märkte von Thailand

Auf dem Rückweg in Richtung Bangkok machen wir einen Abstecher auf den Schwimmenden Markt von Damnoen Saduak. Nun muss man zu den Schwimmenden Märkten zunächst erklären, dass diese in ihrer ursprünglichen Form auch hier in Thailand kaum noch zu finden sind. Zwar wird immer noch damit geworben aber ähnlich wie in Vietnam und Kambodscha sind sie dem rasanten Ausbau der Straßennetze zum Opfer gefallen. Die Kanäle im Mündungsgebiet des Chao Phraya Flusses dienten als Transportwege. Landwirtschaftliche Produkte wie Obst und Gemüse, aber auch Fleisch und Fisch wurden mit Booten in die Städte transportiert und auf dem Wasser verkauft. So befand sich direkt in Bangkok im Stadtteil Thonburi ein wunderschöner Schwimmender Markt, der zwar immer noch existiert aber seine Ursprünglichkeit verloren hat. Die meisten Kanäle wurden inzwischen sogar zugeschüttet und durch Straßen ersetzt.

Wir wollen uns dennoch zwei Märkte anschauen, die zumindest noch einen Teil ihres ursprünglichen Reizes bewahrt haben. Einer davon öffnet leider erst am Wochenende, ist heute also nur leer anzusehen.

Foto: Oceanliner Pictures

Der Schwimmende Markt von Damnoen Saduak findet auf dem weitverzweigten Kanalnetz, den Khlongs, statt und liegt etwa 100km westlich von Bangkok. Aus ihren Booten heraus bieten die Händler alle erdenklichen, exotischen Früchte, frisches Gemüse, bunte Blumen und frisch zubereitete Gerichte zum Verkauf an. Entlang des Flussufers befinden sich weitere Verkaufsstände und laden zu einem Bummel entlang der Kanäle ein. Wir fahren nun selbst mit einem kleinen Boot durch die engen Khlongs, was ein wunderbares Erlebnis darstellt. Während einer Khlongfahrt sind nicht nur die Wohnhäuser der Einheimischen zu sehen sondern auch Tempelanlagen, Grünanlagen und riesige Wasserwarane. Die Warane werden bis zu 1,5m lang, sie leben in den Khlongs in und um Bangkok herum.

Foto: Oceanliner Pictures

Der größte Schwimmende Markt, welcher nur an Wochenenden seinen vollen Reiz entfaltet, ist der Schwimmende Markt von Amphawa. Amphawa liegt im Süden von Bangkok, rund 1,5 Stunden mit dem Auto von der Hauptstadt entfernt. Die wunderschönen, urigen Stege und Geschäfte sind zum Großteil geschlossen und es fehlen auch die vielen Boote auf dem Wasser aber zumindest kann man sich das lebendige Geschehen während der Wochenenden durchaus vorstellen. Die weiteren Schwimmenden Märkte, so lässt uns unsere Reiseleiter wissen, sind keinen Besuch mehr wert. Es bleibt also zu hoffen, dass wenigstens diese beiden Attraktionen den künftigen Besuchern erhalten bleiben.

Foto: Oceanliner Pictures

Ein Besuch im Baumtempel

Bevor wir nun zurück zum Hotel gebracht werden, richten wir unsere Aufmerksamkeit einem weiteren Tempel, dem Wat Bang Kung Baumtempel. Bei diesem Tempel handelt es sich um ein 250 Jahre altes Tempelhaus aus der Ayutthaya-Zeit, welches in der Mitte eines uralten Banyanbaumes steht. Das Tempelgebäude wurde im Laufe der Jahrzehnte von diesem Baum komplett umschlungen. Der Tempel steht auf dem Gelände einer historischen Militärlagers und wurde seinerzeit zur spirituellen Unterstützung der dort wohnenden Soldaten erbaut. Der Tempel ist heute noch in Benutzung, allerdings halten nur noch die Luftwurzeln sowie einige Stahlverstärkungen das löchrige Tempelhaus zusammen.

Foto: Oceanliner Pictures

Damit endet unser letzter, kompletter Tag in der Millionenmetropole Bangkok.

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Tag 19: 22. April 2017

Ein letztes Highlight vor dem Rückflug nach Deutschland

Jede Minute ist kostbar! Daher sind auch die letzten Stunden in Bangkok verplant. Wir werden uns Bangkok aus der Vogelperspektive anschauen und begeben uns zum Baiyoke Sky Hotel, dem zweithöchsten Gebäude bzw. dem höchsten Hotel & Restaurant von Bangkok. Bis vor wenigen Wochen war das im Jahr 1997 fertiggestellte, nach siebenjähriger Bauzeit eröffnete Gebäude das höchste Gebäude in Thailand. Dieser Rang wurde dem Baiyoke Sky Hotel durch einen neuen Wolkenkratzer in Bangkok kürzlich abgelaufen. Aber wie auch immer, das 328m hohe Hotel beherbergt auf dem höchsten Stockwerk eine große Touristenattraktion! In der 84. Etage befindet sich der Sky Tower, von dem aus sich eine grandiose Aussicht über die komplette Stadt bietet. Es empfiehlt sich direkt morgens die Aussichtsplattform zu besuchen, da dann wenig Touristen vor Ort sind und die Luft noch klar ist. Man blickt nicht etwa durch Glasscheiben sondern durch ein offenes Gitter in die Ferne bzw. in die Tiefe. Besonders genial – die Aussichtsplattformdreht sich langsam um die Turmspitze herum.

Hotelgäste haben freien Zutritt zur Plattform, reguläre Besucher zahlen 200 Baht, was etwa 5,- EUR entspricht und ein Freigetränk in der darunterliegenden Bar enthält. Wir finden diesen Preis völlig in Ordnung und nicht überteuert.

Foto: Oceanliner Pictures

In den unteren Etagen des Gebäudes sind einige Büros untergebracht, ab dem 18. Stockwerk beginnt das Baiyoke Sky Hotel und unterhalb der Aussichtsplattform teilt sich eine Bar mit insgesamt acht Buffet-Restaurants die Etagen 75 bis 83.

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Eine wunderbare Reise endet hier und das Urteil fällt klar aus

Für uns war der Besuch im Baiyoke Sky Tower der krönende Abschluss einer unfassbar schönen Reise, die unbedingt zu empfehlen ist! Nennenswerte Kritikpunkte gibt es keine, wenn man vom einen Restaurantbesuch in Siem Reap absieht. Dieser beeinflusst am Ende aber nicht unser Gesamturteil, denn das ist eindeutig – wir vergeben fünf Sterne oder nach dem Schulnotenprinzip eine 1!

Diese Bewertung beinhaltet folgende Punkte: Abwicklung der Reise durch Phoenix Reisen, Professionalität Reiseleiter vor Ort, Organisation der Ausflüge, Qualität der Ausflüge, Sauberkeit Flusskreuzfahrtschiff und Hotels, Schiffszustand Lan Diep, Servicebereitschaft der Lan Diep Crew, Qualität der Speisen auf dem Schiff und in den Hotels, Freundlichkeit der Schiffscrew, Erlebnisfaktor, Kontakt mit Land und Leuten, Informationsgehalt der gesamten Reise, Qualität der Hotels, Wäscheservice an Bord Lan Diep.

Am Abend startet unser Rückflug via Dubai nach Deutschland.

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(Gastautor: Oliver Asmussen von kreuzfahrten-mehr)

http://www.schiffsjournal.de/phoenix-reisen-angebote/