Reisebericht Teil 3: Mekong Flusskreuzfahrt mit Saigon, Angkor Wat und Bangkok

Von Kampong Tralach nach Angkor Ban, Kampong Cham bis Siem Reap mit der Tempelanlage von Angkor

Tag 11: 14. April 2017

Die Lotusblüten

Unmittelbar nach dem Sonnenaufgang besuchen wir, wie am Abend zuvor geplant, das naheliegende Lotusblütenfeld. Um diese aus nächster Nähe betrachten zu können, müssen wir vorher einen Bauern um Erlaubnis fragen, sein Grundstück betreten zu dürfen. Das riesige Lotusfeld, dieser in Asien heiligen Pflanze, ist von einem großen Wassergraben umgeben und nur über das Wohnhaus der Besitzerfamilie zugänglich. Wir haben Glück und das Familienoberhaupt heißt uns herzlich willkommen.

Die Lotusblume ist kein Seerosengewächs, wie man vermuten könnte. Die Blätter der Seerose schwimmen auch nicht auf dem Wasser sondern stehen auf langen Stielen oberhalb der Wasseroberfläche. Die Lotusblume gilt in Asien als heilig und hat je nach Zusammenhang unterschiedliche Bedeutungen. Der Legende nach wurde Buddha auf einer Lotuspflanze geboren, sie gilt zum Beispiel als Symbol der Reinheit, Vollkommenheit und Kostbarkeit.

Foto: Oceanliner Pictures

Um 08:00 Uhr beginnt auch schon der Ausflug mit den Ochsenkarren zur Pothi Rokha Ram Pagode, die inmitten von Reisfeldern auf einem weitläufigen Gelände steht. Auf diesem lebt eine größere Anzahl von Mönchen. Das Zeitfenster ist groß genug für einen Rundgang über das gesamte Gelände.

Foto: Oceanliner Pictures

Der vor uns liegende Flussabschnitt von Kampong Tralach nach Rokar Kaong ist uns bereits bekannt, unsere Lan Diep fährt nun zunächst auf dem Tonle Sap River zurück in Richtung Phnom Penh um dann in einer engen Linkskurve wieder auf den Mekong River zu gelangen. Wir genießen derweil noch einmal die Panoramafahrt und lassen uns von der Magie dieser Region verzaubern. In Rokar Kaong warten nun keine neuen Sehenswürdigkeiten oder spannende Tempelanlagen auf uns sondern eine große, natürliche Sandbank.

Land Diep wird zum Wüstenschiff

Der Mekong führt bekanntlich derzeit sehr wenig Wasser, die Regenzeit hätte eigentlich schon eingesetzt haben sollen aber wir kommen seit Tagen in den Genuss einer weiterhin andauernden Trockenphase. Um 16:00 Uhr erreicht die Lan Diep ein ganzes System aus Sandbänken im Mekong River. Fast unwirklich sehen diese kargen Sandinseln inmitten eines so üppig bewachsenen Landschaftsbildes aus. Der Begriff „Wüstenschiff“ bekommt hier eine ganz neue Bedeutung. Mit einem gekonnten Manöver steuert unser Kapitän Minh das Schiff auf den weichen Sand. Wenig später dürfen alle Gäste an Land bzw. auf die Sandbank gehen.

Foto: Oceanliner Pictures

Während bei allen Reisenden nun der Entdeckerinstinkt geweckt ist, baut die Crew in Schiffsnähe jede Menge Tische für das geplante BBQ heute Abend auf. Der Mekong lädt an dieser Stelle zum bedenkenlosen Baden ein, es gibt hier weder unliebsame Wassertiere noch sonstige Gefahren oder Strömungen in der Nähe dieser Sandbänke. Es ist herrlich bei einer Lufttemperatur von 34 Grad im nur 27 Grad warmen Wasser des Mekong zu baden.

Foto: Oceanliner Pictures

BBQ auf Sandbank im Mekong River

Pünktlich zum Sonnenuntergang klingen rhythmische Musikklänge aus den aufgebauten Boxen, ein leckerer Duft von frischem Grillfleisch zieht über den Strand und die aufgebaute Bar lockt mit frischen Cocktails sowie anderen Getränken. Ein phantastisches Erlebnis, mitten im Mekong River auf einer Sandbank eine BBQ-Party zu schmeißen. Und man kann es gar nicht oft genug erwähnen, dass wir auf dieser Flusskreuzfahrt unheimliches Glück mit dem Wetter haben. Was gibt es Schöneres als auf einer Sandbank im Mekong River zu sitzen, einen kühlen Cocktail zu trinken und dazu leckeres Grillfleisch zu verspeisen!? Einfach herrlich! Bis weit nach Mitternacht herrscht eine wunderbare Stimmung auf der Sandbank. Aber auch der schönste Abend neigt sich einmal dem Ende.

Foto: Oceanliner Pictures

  • Alle Bilder von Tag 11 finden sie hier in der Bildergalerie << Link >>

Happy Khmer New Year

Heute ist bei den Einheimischen ein ganz besonderer Tag, das Neujahrsfest der Khmer! Wie bereits beschrieben, orientiert sich dieses am indischen Kalender und wird vom König festgelegt. Der Beginn ist immer zwischen dem 12.-14. April. In diesem Jahr also am heutigen Tag. Und wir haben das große Glück, diese Feierlichkeiten an allen drei Tagen miterleben zu können. Das Neujahrsfest leitet bei den Einheimischen eine kleine Ruhephase ein, denn Mitte April neigt sich die Erntezeit dem Ende und mit der bevorstehenden Regenzeit werden die Felder dann für die neue Aussaat vorbereitet.

Im Rahmen des Neujahrsfestes werden die Häuser besonders geschmückt, die Straßen aufwändig gereinigt und ein Altar hergerichtet um den Geist dieses neuen Jahres zu begrüßen. Die Mehrheit der Bevölkerung in Kambodscha glaubt an den Brauch, sich am Neujahrstag von buddhistischen Mönchen mit Wasser besprengen zu lassen, das je nach den verwendeten Blüten nach diesen duftet. Das Tragen von neuen Kleidern am Neujahrstag ist ebenfalls ein Brauch, dem die meisten Menschen folgen. Als Symbol des Respekts geben die Kinder den Eltern, Tanten und Onkel entweder Geld oder Essen. Am ersten Tag des neuen Jahres ist es ebenso Brauch, große Feiern zu zelebrieren und das örtliche Kloster zu besuchen in dem dann Nahrung oder Geld den Mönchen gespendet wird.

Tag 12: 15. April 2017

Zum Sonnenaufgang lockt noch einmal das herrliche Wasser des Mekong zu einem wunderbaren Morgenbad. Das Schiff wird zur gleichen Zeit fertig zum Ablegen gemacht und pünktlich um 08:00 Uhr geht es im Rückwärtsgang zurück in das Fahrwasser des Mekong. Nur zwei Stunden später erreichen wir Angkor Ban.

In Angkor Ban scheint die Zeit still zu stehen, denn hier hat sich seit 100 Jahren kaum etwas verändert. Während zur Zeit der Roten Khmer viele Dörfer und Städte zerstört wurden, so blieb hier beinahe alles unversehrt. Von Ruhe kann allerdings heute keine Rede sein, denn es wird ja wie gesagt das Neujahrsfest der Khmer gefeiert und in wenigen Minuten findet eine große Parade vor der Pagode statt, die wir uns nicht entgehen lassen wollen.

Die Roten Khmer

Die Roten Khmer (franz. Khmer rouges) waren eine Guerillaorganisation, die 1975 in Kambodscha an die Macht kam und durch besondere Grausamkeit weltweite Bekanntheit erlangten. Ihr Name leitet sich vom kambodschanischen Staatsvolk, den Khmer ab. Die Roten Khmer hatten ihren Ursprung in der Kommunistischen Partei Kambodschas (Angkar). Die vollständige Geschichte ist sehr umfangreich und in entsprechenden Quellen nachzulesen.

Wir begeben uns zur Pagode von Angkor Ban und verfolgen das farbenfrohe und traditionelle Geschehen um die große Parade bzw. den Umzug der Mönche im Zusammenhang mit den Neujahrsfeierlichkeiten.

Foto: Oceanliner Pictures

Was für ein phantastisches Erlebnis, nicht zur zum Neujahrsfest der Khmer in Kambodscha zu sein sondern auch noch zur perfekten Zeit die entsprechenden Rituale hautnah erleben zu können. Wir sind die einzigen Touristen in Angkor Ban an diesem Vormittag. Nach dem großen Umzug füllt sich das Innere der Pagode. Wir schauen uns zwischenzeitlich das Dorf in einem ausgedehnten Rundgang an. Angkor Ban bleibt uns als einer der schönsten Orte, die wir auf dieser Reise gesehen haben, in Erinnerung.

Foto: Oceanliner Pictures

Bevor wir mit der Lan Diep den Liegeplatz direkt am Ufer vor Angkor Ban verlassen, kommen wir in den Genuss, einmal aus nächster Nähe die Reinigung der Rinder beobachten zu können. Diese werden, ähnlich wie die Wasserbüffel, für die unterschiedlichsten Arbeiten auf den Feldern eingesetzt und von den Besitzern sehr gut gepflegt.

Foto: Oceanliner Pictures

Nach dem Mittagessen erreichen wir um 13:00 Uhr Kampong Cham. Vom Liegeplatz in Kampong Cham geht es mit dem Reisebus zum Wat Nokor Tempel. Der Wat Nokor Tempel ist ein Khmer-Tempel aus dem 11. Jahrhundert und somit zu selbiger Zeit erbaut worden wie die berühmten Tempel in Angkor. Der War Nokor Tempel ist bislang aber noch nicht von Touristenmassen überlaufen wie die Tempel in Angkor und somit ist hier noch eine gewisse Magie zu spüren, die dieser Ort versprüht. Da Wat Nokor das religiöse und soziale Zentrum des nahen Dorfes sind, finden natürlich auch hier die entsprechenden Feiern zum neuen Jahr der Khmer statt.

Foto: Oceanliner Pictures

Nach dem Besuch in einem nahegelegenen Dorf, in dem wir auf besonders authentische Weise das Leben der Einheimischen kennenlernen dürfen, endet der interessante Ausflug wieder am Liegeplatz vor der großen Uferpromenade in Kampong Cham.

Die große Neujahrsparty in Kampong Cham

Auf den Straßen in Kampong Cham herrscht inzwischen der Ausnahmezustand an Fröhlichkeit. Auf einem großen Platz spielt eine Musikband moderne Popmusik, auf der Straße werden alle vorbeifahrenden Autos und motorisierte Gefährte mit Wasser bespritzt, überall wird gegrillt und gelacht, an Straßenständen sind gebratene Heuschrecken, Käfer und Kakerlaken zu erstehen und bis etwa 02:00 Uhr in der Früh am nächsten Morgen soll diese ausgelassene Stimmung anhalten. Die Atmosphäre ist so einzigartig aus Sicht eines Touristen, dass es fast unmöglich ist sich dieser zu entziehen. Hier ist Mitfeiern angesagt!

Foto: Oceanliner Pictures

  • Alle Bilder von Tag 12 finden sie hier in der Bildergalerie << Link >>

Tag 13: 16. April 2017

Die Nacht war kurz aber das Erlebnis dieser Straßenparty möchten wir nicht missen.

Kampong Cham

Mit dem Anlegen in Kampong Cham am gestrigen Nachmittag haben wir bereits unseren Zielhafen dieser Reise erreicht. Allerdings warten noch jede Menge weitere Programmpunkte auf uns bevor wir morgen ausschiffen und mit dem Bus in Richtung Siem Reap fahren werden.

Kampong Cham ist die drittgrößte Stadt in Kambodscha und besitzt mit ihren vielen, kolonialen Gebäuden einen ganz besonderen Charme. Kampong Cham ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und bislang bei Touristen nur auf der Durchreise im Programm. Die Anzahl der in Kampong Cham lebenden Bevölkerung weicht je nach Quelle voneinander ab und liegt ungefähr bei 2 Mio. Einwohnern. Nach Eröffnung der modernen Brücke über den Mekong begann auch hier der wirtschaftliche Aufschwung. Aufgrund des rasanten Straßenausbaus zur Hauptstadt Phnom Penh wurden auch die regelmäßigen Schiffsverbindungen auf dem Mekong eingestellt.

Foto: Oceanliner Pictures

Größte Bambusbrücke der Welt

Heute Morgen warten mit Pferden bespannte Wagen auf der Promenade vor der Lan Diep auf alle Reiseteilnehmer. Mit diesen Pferdewagen steuern wir die größte Bambusbrücke der Welt an, welche jedes Jahr zur Trockenzeit neu aufgebaut und zur Regenzeit wieder weggeschwemmt wird. Die Bambusbrücke verbindet das Festland mit der Insel Koh Paen auf der sich nicht nur das kambodschanische Dorf- und Landleben anschauen lässt sondern auch die Kaoh Pen Pagode darauf wartet, besichtigt zu werden. Weitere Touristen treffen wir keine und wissen dies auch sehr zu schätzen. Die Eindrücke sind wunderbar! Sie sind unverfälscht und authentisch, wie es bisher noch in nahezu allen Regionen am Mekong der Fall ist.

Die Bambusbrücke über die wir gekommen sind, ist sogar in der Lage, schwere LKW zu tragen und kann auch zu Fuß überquert werden. In der Kaoh Pen Pagode ist wieder ein Umzug bzw. eine Parade der Mönche zu bestaunen, welche Opfergaben erhalten. Wie auch in anderen Tempelanlagen leben diese angehenden, jungen Mönche auf dem Tempelgelände und werden nach modernen Methoden unterrichtet.

Foto: Oceanliner Pictures

Südostasiatische Romantik

Nach einer erneuten Überquerung der Bambusbrücke laufen wir dann zu Fuß auf der schön angelegten Uferpromenade zurück zur Lan Diep. Es ist in jedem Fall eine Empfehlung, den rund 2 Kilometer langen Weg auf individueller Basis zurück zu legen, denn nur so ist der einzigartige, morbide Charme von Kampong Cham intensiv zu erleben. Die alten, französischen Kolonialbauten erstrahlen zwar nicht mehr in makellosem Glanz wie es vor dem Vietnam– und anschließendem Bürgerkrieg der Fall war aber Wind, Wetter und der Straßenstaub haben für eine gewisse Patina gesorgt. Zur rechten Seite fließt gemächlich das bräunlich rote Wasser des Mekong und man könnte gut 2-3 Nächte hier verbringen um alle Besonderheiten dieser Stadt zu entdecken. Es empfiehlt sich, in eines der Straßencafés einzukehren und unter einem der großen Sonnenschirme zu verweilen – das ist wirklich südostasiatische Romantik ohne touristischen Einfluss.

Im Anschluss an das Mittagessen legt die Lan Diep noch einmal im Rahmen eines Ausflugs ab und nimmt Kurs auf Wat Han Chey.

Foto: Oceanliner Pictures

Wat Han Chey ist eine Hügelpagode, die rund 20 Kilometer entfernt von Kampong Cham liegt. Die Fundamente der Pagode wurden im 8. Jahrhundert gelegt, die Gebäude selbst baute man nach der Zerstörung durch amerikanische Bomben später wieder auf.

Foto: Oceanliner Pictures

Am Abend, kurz vor Sonnenuntergang, erleben wir das letzte Anlegemanöver der Lan Diep während unserer atemberaubend schönen Flusskreuzfahrt auf dem Mekong River bzw. dem Tonle Sap River. Die letzte, verbleibende Zeit wird für einen Besuch auf dem Markt von Kampong Cham genutzt, der aus unserer Sicht den krönenden Abschluss darstellt. Was genau dort zum Teil an den Ständen angeboten und in den Grillpfannen vor sich hin köchelte, wird uns immer ein Rätsel bleiben aber man muss auch nicht alle Geheimnisse dieses Landes während einer solchen Reise aufdecken. Vielleicht sieht hier in wenigen Jahren schon alles ganz anders aus, vielleicht reihen sich dann auch die Souvenirshops aneinander, vielleicht sind dann die Wasserpfützen zwischen den Marktständen verschwunden, vielleicht ist dann der undefinierbare Qualm aus den Hallen abgezogen oder die baufällige Halle gar gegen einen Neubau ersetzt worden. Vielleicht ist dann das herzliche Lächeln der Bewohner verschwunden, vielleicht herrscht dann klinische Sauberkeit auf den Theken und vielleicht liegen die Waren dann sauber aufgereiht in Kühltruhen!?

Wir wissen es nicht, denken an dieser Stelle nicht weiter darüber nach und genießen das hier und jetzt.

Foto: Oceanliner Pictures

Nun ist der Moment gekommen, in dem unser Reiseleiter Peter zum Abschiedscocktail auf das Sonnendeck einlädt und sein persönliches Fazit dieser Reise mit uns zieht.

Unser Fazit Flusskreuzfahrt auf dem Mekong River

Es gäbe noch so viel mehr von dieser einzigartig schönen Flusskreuzfahrt auf dem Mekong River zu erzählen aber wir sind der Meinung, dass sie jeder einmal selbst erlebt haben sollte. Wie mehrfach betont sollte dies in den nächsten Jahren sein, denn danach dürfte viel vom natürlichen Charme in Vietnam und Kambodscha verloren gegangen sein. Wenn erstmal die Touristenmassen einströmen, die holprigen Feldwege den Betonstraßen gewichen sind, moderne Anlegestege die brüchigen Holzkonstruktionen an den Flussufern ersetzen und Souvenirshops, Einkaufszentren und massig Reisebusse das Bild in den Straßen prägen, dann sind Vietnam und Kambodscha nur noch ein Reiseziel unter vielen. Dann werden Naturliebhaber, Individualisten und Abenteurer sich andere Ziele auf der Welt suchen müssen.

  • Die Flusskreuzfahrt erhält von uns ohne Einschränkungen die Note 1!

Foto: Oceanliner Pictures

Ebenfalls eine Bestnote bekommt das Wetter während dieser Reise, denn es hat eigentlich ununterbrochen die Sonne vom Himmel gebrannt. Vielleicht ist das auch ein Grund, weshalb wir nur sehr wenig Mücken und anderes Ungeziefer feststellen konnten. Nicht einmal beim BBQ auf der Sandbank wurden wir von blutsaugenden Plagegeistern belästigt.

  • Alle Bilder von Tag 13 finden sie hier in der Bildergalerie << Link >>

Tag 14: 17. April 2017

Von Kampong Cham nach Siem Reap

Auf Wiedersehen Lan Diep, auf Wieder sehen Mekong River!

Um 07:00 Uhr steht der Reisebus für die rund 5-stündige Überlandfahrt in Richtung Siem Reap bereit. Die ursprünglichen Planungen haben vorgesehen, dass wir diesen Streckenabschnitt über den Tonle Sap River mit dem Schnellboot zurücklegen. Das ist aufgrund eines zu niedrigen Wasserpegels aber nicht möglich, weshalb ein Bustransfer durchgeführt wird.

Insgesamt haben wir mit der Lan Diep 833 Kilometer zurückgelegt, es kommen 245 Kilometer mit dem Bus hinzu. Die Gesamtdistanz bis zum Abflug nach Bangkok beträgt also 1.078 Kilometer.

Weiter geht unsere Reise, viele spannende Ziele liegen noch vor uns. Es wird jetzt permanent touristischer, die Unberührtheit und die damit verbundene Ruhe lassen wir mit der Abfahrt vom Mekong River hinter uns.

Nach einem kurzen Zwischenstopp erreichen wir das Regency Angkor Hotel in Siem Reap um 12:30 Uhr.  Das Regency Angkor Hotel wird zum Teil mit 5 Sternen der Landeskategorie angeboten, in Deutschland auf den großen Hotelplattformen meist mit 4-Sternen. Wir würden die Mitte wählen, denn das Hotel hat Stil, bietet sehr viele Annehmlichkeiten, verfügt über 3 gute Restaurants und Bars, einen großen Poolbereich und geschmackvolle Zimmer. Gleich nach der Ankunft wartet ein großes Mittagessen auf uns, bevor wir die Zimmer beziehen und uns für den nächsten Ausflug rüsten.

Ein zu volles Programm?

Im Reisebus entsteht ein interessantes Gruppengespräch, welches am Ende die Frage klärt, ob das Programm zu eng geschnürt ist und zu wenig Zeit zum Verschnaufen und zur Erholung bleibt. Das einheitliche Ergebnis überrascht uns nicht und lässt sich in einem Satz zusammenfassen „Wer eine solche Reise unternimmt, der möchte so viele Dinge wie möglich vor Ort erkunden und nicht wertvolle Stunden ungenutzt verstreichen lassen!“ „Zur Erholung fahren wir an die Algarve“, fügt eine Reisende hinzu. Sie bringt es auf den Punkt.

Der Banteay Srei Tempel

Die rund 60 Minuten Fahrtzeit zum 30 Kilometer außerhalb von Angkor gelegenen Banteay Srei Temnpel vergehen wie im Fluge. Banteay Srei ist eine hinduistische Tempelruine einer großen Tempelanlage aus dem 10. Jahrhundert. Die Tempelanlage wird von einer großen Mauer sowie einem Wassergraben umgeben. Der Name Banteay Srei bedeutet „Festung der Frauen“. Ob der Name nun wegen seiner Anmut oder aufgrund seiner vielen Skulpturen von Halbgöttinen – den sogenannten Devatas – so benannt wurde, ist nicht geklärt und soll uns auch nicht weiter beschäftigen. Der Banteay Srei Tempel gehört zur Tempelanlage von Angkor, wenngleich er sehr weit davon entfernt liegt. Er ist nicht der größte aller Tempel aber einer der schönsten und darüber hinaus sehr gut erhalten. Das liegt allerdings nicht zuletzt daran, dass er nach der Wiederentdeckung im Jahr 1914 durch die Franzosen aufwändig restauriert wurde und seit dem Jahr 2004 mit finanzieller Unterstützung abermals vor dem Verfall gerettet wird. Der höchste Turm der Tempelanlage ist stolze 10m hoch, die beiden kleineren immerhin noch 8m. Banteay Srei versetzt seine Besucher durch seine schiere Schönheit in Erstaunen und beeindruckt mit einer sehr detailreichen Reliefkunst.

Foto: Oceanliner Pictures

Sechs Tempelaufgänge führen auf die Hauptplattform. Jeder Eingang wird von je zwei knienden Statuen menschlicher Staturen mit Tierköpfen bewacht. Hierbei handelt es sich allerdings um Kopien, denn die Originale sind entweder gestohlen worden oder befinden sich in verschiedenen Museen. Banteay Srei ist ein Juwel der Khmerkunst und im Vergleich zu den anderen Tempelanlagen relativ klein, dennoch ist er aufgrund seiner Einzigartigkeit unbedingt einen Besuch wert. Die Bauwerke des zentralen Hofes sind übrigens die einzigen der Khmer-Architektur, die vollständig mit Steingravuren überzogen sind. Aufgrund der relativ späten Tageszeit sind wir die letzte Touristengruppe vor Ort und können den Tempel praktisch völlig alleine genießen.

Der Banteay Srei Tempel war ein furioser Auftakt zu unserer großen Tempeltour, die für den morgigen Tag geplant ist.

Foto: Oceanliner Pictures

Nach einem langen, aufregenden Tag ist die Freude auf ein gutes, leckeres Abendessen bei allen Reiseteilnehmern groß. Das Abendessen nehmen wir – entsprechend des Reiseprogramms – nicht im Hotelrestaurant ein, sondern in einem Restaurant im Ort. Grundsätzlich eine tolle Idee, denn auf diese Weise ist es möglich die landestypische Küche zu erleben. Hotelrestaurants sind ja in der Regel auf internationale Gäste eingestellt und an diesen orientiert sich entsprechend aus das kulinarische Angebot.

Wer keinen Fisch mag oder essen darf, der hat Pech gehabt

Wir kehren nun also in das MAHOB Restaurant ein, welches unweit vom Regency Angkor Hotel entfernt liegt und mit gehobener Khmer Cuisine wirbt. Auf Internetplattformen wird das Restaurant sehr unterschiedlich bewertet, entweder die Gäste sind vollkommen begeistert oder aber entsetzt. Wir gehören leider zur letzten Gruppe, denn sowohl die Qualität des Essens als auch die Freundlichkeit sind als absolut mangelhaft zu beschreiben! Die Unfreundlichkeit des Personals wäre allein keinen Platz in unserem Bericht wert gewesen aber wenn dann noch das Essen kalt, alt und abgestanden ist sowie vom Tisch läuft, das Personal allen (wirklich freundlichen!) Hinweisen mehrerer Gäste mit Achselzucken begegnet, dann muss dies entsprechend deutlich dargelegt werden. Jedes Problem ist grundsätzlich lösbar, nicht aber in diesem Restaurant! Wer keinen Fisch mag oder essen darf, der hat schlicht und einfach Pech gehabt, denn eine Alternative gibt es nicht. Der Reisturm auf dem Teller hat bereits einen „Panzer“ gebildet, steht offenbar also schon über einen längeren Zeitraum so herum und ist außerdem eiskalt! Der Salat ist mit kleinen Krabbeltieren garniert und diese laufen nach kurzer Zeit munter auf dem Tisch herum. Der Nachtisch… lassen wir es. Das Essen war schlicht ungenießbar! Warum dies wo war, ließ sich leider auch auf mehrfache Nachfrage hin nicht ergründen. Ein weiterer Grund für unsere offenen Schilderungen an dieser Stelle. Ein Großteil der Reisegruppe verließ wenig später mit knurrendem Magen das Restaurant.

Die Lösung folgt sogleich, denn im Hotelrestaurant vom Regency Angkor wird ein leckeres BBQ angeboten. Mit uns entscheiden sich die meisten Reisenden der Gruppe für diese Alternative. Der Abend ist gerettet!

  • Alle Bilder von Tag 14 finden sie hier in der Bildergalerie << Link >>

Tag 15: 18. April 2017

Die Angkor Tempel in Kambodscha – ein UNESCO Weltkulturerbe

Es ist 03:30 Uhr als unser Wecker klingelt. Da die Menge an Eindrücken des heutigen Tages einen separaten Reisebericht füllen würde, beschränken wir uns auf eine Zusammenfassung der Höhepunkte dieser atemberaubenden Tempelanlagen.

Die meisten Reisenden vermuten zunächst hinter dem Namen „Angkor Wat“ einen einzigen, gigantischen Tempel. Dem ist aber nicht so, denn Angkor Wat ist ein einzelner Tempel innerhalb der Tempelanlage von Angkor. Angkor ist eine etwa 200qkm große Region nördlich der Stadt Siem Reap und war vom 8.-13. Jahrhundert das Zentrum vom Königreich Kambaju der Khmer. Das Khmer-Wort Angkor bedeutet Stadt und beschreibt die Ansammlung der bis heute rund 1.000 ausgegrabenen Tempel nahezu perfekt. Man vermutet, dass zur Blütezeit etwa eine Million Menschen in Angkor gelebt haben.

Angkor Wat zum Sonnenaufgang

Angkor Wat ist der größte Sakralbau der Welt und zählt zweifelsfrei zu den großartigsten Bauwerken der Vergangenheit, welche erhalten geblieben sind. Die Dimensionen von Angkor Wat sind kaum zu erahnen, nicht vorstellbar und erst zu realisieren, wenn man unmittelbar davor steht. Das auffälligste und von weither sichtbarste Merkmal sind die fünf, zu Lotusblüten geformten, Türme die einen Quincunx bilden. Der Name leitet sich von einer römischen Münze ab und beschreibt die Anordnung von fünf Punkten, wie wir sie von Würfeln, Spielkarten oder Dominosteinen kennen. Der höchste der fünf Türme ist 65m hoch. Um dem Erlebnis Angkor Wat quasi die Krone aufzusetzen, sollte man sich den Sonnenaufgang hinter dem Tempel nicht entgehen lassen. Es empfiehlt sich deutlich früher vor Ort zu sein um einen Platz in der ersten Reihe zu ergattern. Es dauert nämlich nicht lange, bis hunderte Touristen die begehrten Fotostellen belagern.

Foto: Oceanliner Pictures

Die Gebäude von Angkor Wat wurden aus Sandstein zusammengesetzt, zahlreiche Kanäle durchziehen die Anlage, welche nicht nur von zahlreichen Touristen aus aller Welt sondern auch von buddhistischen Mönchen besucht wird, die auf dem Gelände leben. Der Angkor Wat Tempel ist inklusive Wassergraben West-Ost-Richtung etwa 1,5km und in Nord-Süd-Richtung rund 1,3km breit.

Foto: Oceanliner Pictures

Angkor Wat – Teil der kambodschanischen Flagge

Der Angkor Wat Tempel fungiert als herausragendes, nationales Symbol, welches repräsentativ für die Khmerkultur und das heutige kambodschanische Volk steht. Selbst zur Zeit der Rothen Khmer war der Tempel ein Teil der kambodschanischen Flagge. Bis zum Zeitpunkt als Kambodscha am 09.11.1953 unabhängig von Frankreich wurde, hatte das Land fünf Flaggen. Die heutige, sechste, wurde am 01.05.1989 in Gebrauch genommen. Alle vergangenen Flaggen hatten eine Gemeinsamkeit, nämlich dass auf ihnen der Nationalstolz Angkor Wat abgebildet war.

Die Bedeutung der Flaggenfarben:

Rot symbolisiert die Arbeit, die das Volk für  den Wohlstand und das Wohlbefinden leistet. Blau steht für die Einheit vom Volk und für die Reichtümer, die dem Volk gehören. Der Tempel erinnert dabei an die reiche Geschichte des Landes. Weiß steht für den Buddhismus, der Staatsreligion wurde.

Foto: Oceanliner Pictures

Angkor Thom und der Bayon Tempel

Kaum weniger beeindruckend ist der nächste Tempel, welcher auf unserem Tagesprogramm steht – Angkor Thom. Über fünf große Steintore ist die Tempelanlage zu erreichen. Jedes der fünf Tore ist jeweils mit vier Gesichtern gekrönt und 23m hoch. Nur noch wenige sind davon gut erhalten. Der bedeutende Khmer-König Jayavarman VII. ließ die riesige Anlage Ende des 12., Anfang des 13. Jahrhunderts errichten, nachdem er die feindlichen Cham aus seinem Reich vertrieben hatte. Von den fünf Steintoren ist das Südtor in einem vergleichsweise wunderbaren Zustand. Angkor Thom war die letzte Hauptstadt des Angkor-Imperiums und eine der bedeutendsten archäologischen Stätten im Gebiet von Angkor.

Durch das Südtor kommend fährt man geradezu auf den zentralen Tempel von Angkor Thom zu, den Bayon Tempel. Der Bayon ist der zentrale Tempel von Angkor Thom und gehört mit den sakralen Anlagen Angkor Wat und Ta Prohm zu den bekanntesten Heiligtümern des alten Khmer-Reiches.

Foto: Oceanliner Pictures

Den Bayon Tempel zieren etliche Türme, die mit meterhohen Gesichtern versehen sind. Bei diesen Gesichtern, die lächelnd in alle vier Himmelsrichtungen blicken, handelt es sich um das Antlitz des aus dem Mahayana-Buddhismus bekannten Bodhisattva Lokeshvara. Während in Angkor Wat die hinduistischen Einflüsse überwiegen, dominieren in Angkor Thom und im Bayon Tempel die buddhistischen.

Die Brücken über den 100m breiten und sechs Meter tiefen Wassergraben werden auf jeder Seite von Steinfiguren flankiert, 54 Devas (Gottheiten) auf der einen und 54 Asuras (Dämonen) auf der anderen Seite. Angkor Thom bedeutet „große Hauptstadt“ und erstreckte sich auf einem Areal von 900 Hektar, welches heute zum Großteil mit Wald zugewachsen ist. Die 8m hohe Befestigungsmauer der Anlage ist insgesamt 12km lang und wird ihrerseits von einem Wassergraben umschlossen. 500m nördlich des Osttores wurde das Victory Gate errichtet, es ist das fünfte Tor von Angkor Thom. Seine Straße führt direkt zum Königspalast, der traditionell nördlich vom Haupttempel steht.

Foto: Oceanliner Pictures

Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten von Angkor gehört die Terrasse der Elefanten in der Nähe von Angkor Thom sowie die Terrasse des Lepra-Königs, welche sich nördlich davon befindet. Die Darstellung von Elefanten und einer großen Elefantenjagd gaben der Terrasse ihren Namen. Auf dem 350m langen und 14m breiten Gelände standen früher einmal Pavillons, die heute nicht mehr existieren. Alle damals aus Holz gefertigten Bauwerke sind heute ebenfalls nicht mehr erhalten. Beide Terrassen sind insgesamt in einem relativ guten Zustand und können aus nächster Nähe betrachtet werden. Der Name der Terrasse des Lepra-Königs leitet sich ab von der auf ihr befindlichen Statue des Königs Yasovarman I. (899-910), welcher die erste Stadt in Angkor errichten ließ, dann an Lepra erkrankte und schließlich starb. Andere Quellen besagen, dass die Statue keinen König sondern Yama, den hinduistischen Gott des Todes darstellt. Wie auch immer, beeindruckend sind die Bauwerke allemal.

Foto: Oceanliner Pictures

Der Baphuon Tempel

Der Baphuon Tempel wurde Mitte des 11. Jahrhunderts zu Ehren des Hindu-Gottes Shiva erbaut und war ursprünglich Mittelpunkt der Khmer-Hauptstadt Yasodharapura. Der Baphuon Tempel ist ein beeindruckender Tempelberg, der auf einem Erdhügel errichtet wurde. Dieser Erdhügel bildete seinerzeit den Kern des Bauwerks und war offenbar nicht beständig genug, so dass der Tempel im Laufe der Jahrhunderte beinahe komplett zusammenbrach. Im Jahr 1960 begann man diesen Tempel in mühevoller Puzzlearbeit zu rekonstruieren, unterbrochen in der Zeit der Roten Khmer. Erst im Jahr 2011 beendeten französische Archäologen dieses Projekt.

Foto: Oceanliner Pictures

Thommanon und Chau Say Tevoda Tempel

Wenn man Angkor Thom durch das Victory Gate verlässt, dann liegen Thommanon und Chau Say Tevoda Tempel links und rechts an der „Siegesallee“, die zum Tempelberg Ta Keo führt. Der Thommanon Tempel ist der ältere der beiden Tempelanlagen, die früher einmal von Mauern umgeben waren. Der Thommanon Tempel wurde zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert erbaut, der Chau Say Tevoda Tempel vermutlich im 12. Jahrhundert.

Foto: Oceanliner Pictures

Ta Prohm – der Tomb Raider Tempel

Ta Prohm ist nicht nur ein Tempel sondern eine ganze Tempelanlage mit Tempel, Kloster und vielen Innenhöfen, Befestigungsmauern und Ecktürmen. Dieser Tempel wird besonders stark von Besuchern frequentiert, da er vor gut 17 Jahren als Drehort für den Abenteuerfilm mit Angelina Jolie „Lara Croft: Tomb Raider“ diente. Er wird unter Touristen daher auch Tomb Raider Tempel genannt. Die in den Filmszenen gezeigten Tempelabschnitte sind jüngst mit Zäunen versehen worden, damit die Touristen nicht länger auf den Ruinen klettern können, um Fotos von sich zu machen. Aber nicht nur durch die Filmemacher erlangte Ta Prohm besondere Aufmerksamkeit, denn es ist die einzige große Tempelanlage, in der riesige Würgefeigen die Gebäude umschlingen.

Foto: Oceanliner Pictures

Erbaut wurde Ta Prohm vom späten 12. bis hinein ins 13. Jahrhundert unter der Regentschaft von König Jayavarman VII, Erweiterungen erfolgten unter König Indravarman II. Die äußere Begrenzungsmauer der Anlage umschließt ein Gebiet von etwa 60 Hektar, wovon der Tempel mit seinen ihn umgebenden Gebäuden nur etwa einen Hektar einnehmen. Auf dem Gelände lebten seinerzeit überwiegend Mönche. Vor den Mauern befanden sich vermutlich 3.140 Dörfer in denen etwa 80.000 Einwohner lebten. Da auch diese Wohnhäuser aus Holz gebaut waren, ist von ihnen nichts mehr zu erkennen. Die Tempelanlage Ta Prohm wurde weitgehend in jenem Zustand belassen, in dem sie von den Restauratoren und Architekten in der Neuzeit vorgefunden wurden. Der Tempel wurde nur soweit gesichert und von der Vegetation befreit, dass er für Besucher zugänglich wurde.

Auf  dem nachfolgenden Foto ist die berühmteste Stelle des Tempels zu sehen, welche auch als Kulisse im Film Tomb Raider diente. Da wir die Anlage relativ spät am Abend besuchen, sind die meisten Touristen bereits abgefahren und somit können wir den besonderen Reiz von Ta Prohm intensiv erleben.

Foto: Oceanliner Pictures

Einer der Höhepunkte dieser Reise

Damit endet schließlich auch unsere große Tempeltour durch die atemberaubenden Tempel von Angkor. Wir müssen sicher nicht hervorheben, dass all diese Tempel zum Pflichtprogramm einer solchen Reise gehören. Ob sie nun den absoluten Höhepunkt darstellen, vermögen wir nicht abschließend beurteilen zu wollen. Sie sind auf jeden Fall einer der vielen Höhepunkte und werden immer in Erinnerung bleiben.

Nach Rückkehr in unser Regency Angkor Hotel bleibt noch etwas Zeit bis zum Abendessen. Dieses werden wir entsprechend des Programmablaufes nicht wieder im MAHOB Restaurant einnehmen. Welch ein Glück!

Top Ambiente, Spitzenküche und perfekter Service

Die Skepsis innerhalb der Reisegruppe ist groß, ein Teil überlegt sogar, noch einmal das Restaurant im Angkor Regency Hotel zu besuchen. Letztendlich wird aber der Entschluss gefasst, gemeinsam das für den heutigen Abend im Programm stehende Restaurant zu testen. Hierbei handelt es sich um das The Square 24 Restaurant, ein Name der zunächst kaum Aussagekraft hat. Dieses Restaurant entpuppt sich dann aber tatsächlich als Gourmet-Highlight am letzten Abend in Kambodscha. Ambiente, Service, Qualität und Darbietung der einzelnen Gänge des Menüs sind als ausgezeichnet zu bezeichnen und verdienen die Bestnote 1! Kaum zu glauben welch ein kulinarischer Quantensprung dieses Restaurant zu jenem am gestrigen Abend darstellt. Das Personal ist perfekt organisiert, überaus freundlich und sehr professionell. Weg keinen Fisch mag, bekommt natürlich eine Alternative (Ente, Huhn oder ein vegetarisches Menü). Fazit: Perfekt! Mit dieser Meinung stehen wir nicht alleine da, schaut man in die Bewertungen großer Internetportale.

Foto: Oceanliner Pictures

Der Nachtmarkt von Siem Reap

Nach diesem furiosen Dinner lockt die Innenstadt von Siem Reap zu einem letzten Spaziergang auf kambodschanischem Boden. Inzwischen sind wir 18 Stunden unterwegs, haben aber jede Minute des heutigen Tages genutzt um so viele Eindrücke dieser Region zu sammeln wie möglich. Der Besuch auf dem Nachtmarkt an diesem Abend gehört natürlich noch dazu. Genauer gesagt gibt es in Siem Reap nicht nur einen Nachtmarkt sondern mehrere. Wir entscheiden uns für den Old Market, der über eine wunderschön illuminierte Holzbrücke mit dem Art Center Market auf der anderen Seite vom Siem Reap Fluss verbunden ist.

Foto: Oceanliner Pictures

Es bleibt spannend

Morgen starten wir vom nahe gelegenen Siem Reap Airport mit Bangkok Air zum 60-minütigen Flug nach Bangkok, unserer letzten Station dieser wunderbaren Reise. Bevor aber der Heimflug beginnt, wollen zumindest die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Bangkok noch abgeklappert werden. Außerdem haben wir einen Besuch auf dem bekannten Mae Klong Markt und auf der Aussichtsplattform des Baiyoke Sky Hotel geplant. Es bleibt also bis zum Schluss spannend.

  • Alle Bilder von Tag 15 finden sie hier in der Bildergalerie << Link >>

Fortsetzung in Reisebericht Teil 4: Von Siem Reap nach Bangkok mit Mae Klong Markt und Baiyoke Sky Hotel << Link >>

 

(Gastautor: Oliver Asmussen von kreuzfahrten-mehr)

https://www.schiffsjournal.de/phoenix-reisen-angebote/