10 Fragen an Pascal Quast & Pierre Sperling von Schiffsjournal.de

Happy Birthday Schiffsjournal.de! Die Zwei feiern heute die zwei! Am 03.02.2012 sind Pascal und Pierre mit ihrem Schiffsjournal.de an den Start gegangen. Dazu gratuliere ich als ihre Kolumnistin sehr herzlich und fand es an der Zeit, dass auch sie nun einmal die berühmten „10 Fragen an …“ beantworten sollten. Bestimmt interessieren Sie auch die Hintergründe zur Entstehung der Seite oder Sie fragen sich ebenfalls, woher die Betreiber immer an die neusten Informationen aus der maritimen Branche kommen.

Lieber Pascal, lieber Pierre, vielen Dank für das aufschlussreiche Interview. Ich wünsche Euch weiterhin viel Erfolg, Spaß, Freude und Engagement mit Schiffsjournal.de! Bleibt so wie Ihr seid: Charmant, informativ und brandaktuell! Eure Brina Stein.

Foto: Schiffsjournal

Foto: Schiffsjournal

1. Wodurch wurde eure Begeisterung für Kreuzfahrtschiffe schon im jungen Alter genau geweckt?

Das Interesse wurde erstmals geweckt, als wir uns für eine Schulaufgabe Kataloge aus einem Reisebüro holen mussten. Es wurden uns mehrere ausgehändigt, unter anderem war dort dann auch der erste Kreuzfahrtkatalog dabei. Dieser hatte es uns besonders angetan, weil wir zuvor noch nie ein Schiff in der Größenordnung gesehen und keinerlei Vorstellungen davon hatten was es für Möglichkeiten gibt. Nachdem wir diesen Katalog ausgiebig studierten, wollten wir unser Wissen erweitern und besorgten uns ab Dato jährlich Kataloge von sämtlichen Reedereien.

Wir erinnern uns noch sehr gut, wie wir als Kinder keine Folge vom Traumschiff verpasst haben! Voller Begeisterung schauten wir uns jede einzelne Folge an. Schon damals packte uns das Gefühl der Leidenschaft für Kreuzfahrten und Kreuzfahrtschiffe. Neben den Geschichten, die in jeder Folge erzählt  wurden, interessierten wir uns schon sehr früh auch und eigentlich hauptsächlich für Details und der Ausstattung des Schiffes. Da wir ja zu der Zeit noch nie auf einem Kreuzfahrtschiff waren, halfen sie uns, eine Vorstellung von den Möglichkeiten zu geben. Wir studierten Routen, technische Daten und Deckpläne. Dadurch wussten wir bereits sehr früh, etwa im 10. Lebensjahr, wann wo welche Reederei mit welchem Schiff verkehrt, über wie viele Decks, Lifts, Whirlpools usw. die meisten Schiffe verfügen. Unsere Eltern ermöglichten uns den Traum von einer Kreuzfahrt zwar nicht, aber uns war klar, irgendwann wenn wir erwachsen sind, checken wir ein. Vor dem Schlafen malten wir uns häufig aus wie so ein Tag auf einem Kreuzfahrtschiff wohl sein mag und welche Bereiche wir als erstes sehen würden wollen.

Erstaunlich was sich bis heute innovativ und auch preislich bei den Kreuzfahrtschiffen alles verändert hat.

2. Wohin und mit welchem Schiff ging die 1. Kreuzfahrt?

Die erste Nacht auf See verbrachten wir im Oktober 2005 auf der Color Fantasy zwischen Kiel und Oslo. Gerade für Einsteiger ist diese Minikreuzfahrt die ideale Möglichkeit sich auf Seetauglichkeit zu prüfen. Auch jetzt noch nutzen wir diese Schiffsreisen für einen Kurzurlaub immer mal wieder gern.

Das erste reine Kreuzfahrtschiff war etwas später die Jewel of the Seas von Royal Caribbean International, ein Schiff das uns bis heute sehr positiv in Erinnerung blieb und wir uns besonders zu ihr hingezogen fühlen. Auf den Weltmeeren ist die Jewel of the Seas, insbesondere  im Vergleich zu anderen RCCL Schiffen, ein eher kleines aber wirklich schönes Schmuckstück und wir werden die erste Reise auf ihr, zwischen Hamburg und Amsterdam, wohl  nie vergessen .

3. Was dachtet ihr an eurem ersten Abend an Bord?

Wir hatten uns als Kinder so viele Gedanken darüber gemacht, wie es wohl so ist auf einem Kreuzfahrtschiff und kaum waren wir drauf, mussten wir  feststellen, es ist genau so wie wir es uns erträumt hatten! Wir waren so in die Verwirklichung unserer Kindheitsträume vertieft, dass es uns in den ersten Nächten schwer fiel, uns auf die Kabine zum Schlafen zurück zu ziehen. Und selbst dort wurden wir, wie z.B. mit dem wundervollen und an Bord selbstverständlichen Meeresrauschen, bei geöffneter Balkontür, positiv überrascht.

4. Wer hatte die Idee für “Schiffsjournal.de”?

Auch wenn wir beide schon länger mit dem Gedanken spielten, kam die Idee streng genommen von unseren Freunden, nachdem sie jahrelang sämtliche Gespräche mit maritimen Inhalt abfangen mussten und mehrmals der Vorschlag kam, endlich mit der Seite zu beginnen.

Wochenlang setzten wir uns immer wieder zusammen.  Wir suchten einen passenden Namen  für unsere Kreuzfahrtseite. Er sollte besonders sein und zur Thematik passen. Irgendwie kamen wir dann auf das „Schiffsjournal“, was so viel wie Logbuch oder im übertragenen Sinne Schiffstagebuch bedeutet. Da war die Seite geboren.

5. Wo seht ihr eure Webseite in 10 Jahren?

Das wissen wir am besten in 10 Jahren. Wichtig ist uns auf jeden Fall, dass wir die Leidenschaft zur Kreuzfahrt nicht verlieren und uns selber treu bleiben. Das Schiffsjournal ist für uns eine Herzensangelegenheit und das soll auch in den nächsten 10 Jahren so bleiben. Wir möchten mit dem Schiffsjournal andere Leute für die Kreuzfahrt begeistern und unsere Leidenschaft mit diesen Leuten teilen. Im Mittelpunkt unserer Seite stehen neben den Kreuzfahrtschiffen auch unsere Leserinnen und Leser und deren Erfahrungen, welche wir in unseren Artikeln und Reiseberichten auch gerne zu Wort kommen lassen.

6. Woher bezieht ihr eure News aus der Kreuzfahrtbranche?

Die Quellen sind sehr unterschiedlich, mal von den Reedereien bzw. deren Agenturen selbst, häufig von Bekannten und Freunden innerhalb der Branche, oft auch selbst recherchiert oder durch direkte Hinweise von Lesern.

7. Benötigt man einen IT-Fachmann, um alles optimal auf der Webseite darstellen zu können?

Nein, zwar benötigt man viel Zeit und technische Geduld, aber um das Schiffsjournal leserfreundlich darzustellen war kein IT-Fachmann notwendig. Wir lernen täglich dazu und wenn wir mal nicht weiter kommen, dann haben wir wirklich tolle Leute die uns bei der Umsetzung helfen.

8. Ihr betreibt die Webseite in eurer Freizeit, wieviel Zeit verbringt ihr neben dem Job damit?

Um das Schiffsjournal aktuell zu halten und unsere Leser schnellstmöglich mit relevanten und teilweise auch zeitgebundenen Informationen zu versorgen, benötigt man schon sehr viel Zeit. Im Grunde arbeiten wir, wie manch andere Seitenbetreiber auch, an 365 Tagen im Jahr, ständig auf Bereitschaft. Viele der beanspruchten Stunden sind für den Leser nicht immer ersichtlich, da einiges auch im Hintergrund läuft. Wie z.B. in den Bereichen Recherche, Grafik, Statistik, E-Mails, Planung u. v. m. Auch wenn uns dadurch nur wenig Zeit für anderes bleibt, wollen wir uns keineswegs beschweren, denn Kreuzfahrt ist unsere Leidenschaft. Wir wollten schließlich das Schiffsjournal, sind uns der Verantwortung gegenüber unseren Lesern und unseren Partnern bewusst und es macht uns viel Freude. Dadurch dass wir die Seite zu zweit betreiben ist es auch einfacher. Kommunikation spielt dabei eine große Rolle, denn sollte einer von uns mal ausfallen, kann der andere in der Regel einspringen und die Aufgaben übernehmen, das hält uns wettbewerbsfähig.

9. Welches war euer schönstes / traurigstes Feedback auf einen neuen Eintrag?

Besonders schön ist es immer wenn wir Rückmeldungen zu unseren Artikeln oder Berichten erhalten und Menschen für die Kreuzfahrt begeistern können. Uns erreichen regelmäßig Mails mit Rückmeldungen und Erfahrungen unserer Leser, manche schicken uns sogar ganze Reiseberichte, die wir dann gerne veröffentlichen.

Ein trauriges Feedback haben wir bisher noch nicht erlebt.

10. Vervollständigt bitte folgende Sätze:

Unsere Webseite … wächst und wächst!

Auf Kreuzfahrt … sollte jeder Kritiker erst einmal gewesen sein.

Für die Zukunft wünschen wir uns … das unsere Leser weiterhin zufrieden sind, uns noch mehr Feedback geben und ein eigenes Kreuzfahrtschiff! *lachen*